Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle, zunehmend auch bei der öffentlichen Beschaffung. Wenn eine Stadt oder ein Bezirk Aktivitäten zum fairen Handel in einem bestimmten Umfang nachweist, kann der Titel Fairtrade-Town oder Fairtrade-Bezirk verliehen werden.

Die Anforderungen sind:

  1. Die Bezirksverordnetenversammlung verabschiedet einen Beschluss zur Unterstützung des Fairen Handels und Bewerbung um den Titel. Bei allen öffentlichen Sitzungen wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt ausgeschenkt.
  2. Eine bezirkliche Steuerungsgruppe wird gebildet, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.
  3. In Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel angeboten. Die mindestens notwendige Anzahl von Anbietern richtet sich nach der Einwohnerzahl des Bezirks.
  4. Produkte aus Fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel umgesetzt.
  5. Die örtlichen Medien berichten über Aktivitäten auf dem Weg zum Fairtrade-Bezirk.

Nähere Informationen zur Kampagne erhalten Sie hier.

Sieben Berliner Bezirke haben inzwischen den Titel “Fairtrade-Bezirk” erhalten, ein weiterer befindet sich auf dem Weg. Am 8.11.2018 wurde auch die Stadt Berlin mit dem Titel „Fairtrade Town“ ausgezeichnet.