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Schoko-Genuss in Krisenzeiten – Inkota Podiumsgespräch

19. Oktober , 19:00 22:00

Inkota lädt zum Podiumsgespräch mit Aktivist*innen aus der Côte d’Ivoire über ihren Kampf für gerechte Einkommen im Kakaosektor ein.

Mit dem Herbst zieht auch die Weihnachtsschokolade in die Supermärkte ein. Angesichts rasant steigender Lebenshaltungskosten vergeht vielen Menschen in Deutschland aber gerade die Lust auf Süßes. Gleichzeitig vermelden einige Unternehmen der Kakao- und Schokoladenindustrie Rekordgewinne, und Supermärkte wurden in der Pandemie zu Krisengewinnern.

Wie wirkt sich die aktuelle Krise aber auf diejenigen aus, die wichtige Rohstoffe für unsere Lebensmittel anbauen? Für Kakaobäuer*innen etwa in der Côte d’Ivoire – dem Hauptanbauland für Kakao – ist ein Leben in Armut schon lange Alltag. Schon vor der Krise reichte das Einkommen der meisten Kakaobauernfamilien dort nicht aus, um davon ausreichend Lebensmittel, einen Arztbesuch oder die Schulgebühren der Kinder zu bezahlen. Nun droht diese Einkommenslücke noch weiter zu wachsen: Denn auch für die Kakaobäuer*innen in der Côte d’Ivoire steigen aktuell die Kosten für Saatgut, Düngemittel, Transport und Lebenshaltung. Der Preis, den sie von der Schokoladenindustrie für ihren Kakao bekommen, bleibt dagegen unverändert niedrig.

Was muss also passieren, damit Kakaobäuer*innen faire Preise bekommen? Wie können Lebensmittel trotz höherer Erzeugerpreise hierzulande erschwinglich bleiben? Welche Rolle spielt die Schokoladenindustrie und welche Rolle der Gesetzgeber? Und wo setzt der Faire Handel an, damit Produktion und Konsum gerecht und ökologisch nachhaltig werden?

Diese und weiter Fragen diskutieren wollen wir mit Euch und den Expert*innen aus dem ivorischen Kakaosektor diskutieren. Seid dabei und diskutiert mit!

Referent*innen:

  • Pauline Zéi, Direktorin von Inades-Formation Côte d’Ivoire, und Koordinatorin der zivilgesellschaftlichen Plattform für nachhaltigen Kakao in der Côte d’Ivoire
  • Desiré Adon, Vorstandsmitglied der Kakaokooperative COOPASA in Agboville (Côte d’Ivoire). COOPASA ko-koordiniert die ivorische Zivilgesellschafts-Plattform für nachhaltigen Kakao
  • Evelyn Bahn, Referentin für nachhaltige Kakaolieferketten beim INKOTA-netzwerk
  • Lutz Heiden, geschäftsführender Koordinator des Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin in den Bereichen Wirtschaft und Politik

Moderation: Keshia Acheampong, INKOTA-netzwerk

Ort: Im Miriam Makeba Saal des Berlin Global Village (Am Sudhaus 2, 12053 Berlin)

Die Veranstaltung wird simultan Deutsch-Französisch übersetzt. Journalist*innen haben bereits ab 18 Uhr vor Ort die Möglichkeit, Interviews mit den ivorischen Aktivist*innen zu führen. Melden Sie sich bei Interesse gerne bei acheampong@inkota.de

Weitere Informationen findest du hier.