Die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden durch ihre Kaufentscheidungen mit über den Stellenwert fairer Arbeits- und Lebensbedingungen im globalen Handel. Je mehr sie den Fairen Handel auch in Zukunft unterstützen, desto gerechter wird es im Welthandel zugehen. Bisher haben sie in Deutschland dazu beigetragen, dass der Marktanteil fairer Produkte stetig gewachsen ist. Die hohe Bekanntheit des Fairtrade-Siegels, das großes Vertrauen genießt, erleichtert die Entscheidung für faire Produkte.

Im Geschäftsjahr 2016 erreichte der Faire Handel in Deutschland mit 1,3 Milliarden Euro einen Rekordumsatz (14 % mehr als im Vorjahr) und verdoppelte damit seinen Umsatz gegenüber 2012. Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit jedoch deutlich hinter der Schweiz und Großbritannien zurück: In der Schweiz ist der Pro-Kopf-Verbrauch fair gehandelter Produkte über viermal so hoch wie in Deutschland. Mit 36 % Umsatzanteil hält Kaffee die Spitzenposition, weit vor Südfrüchten, Blumen, Eiscreme und Textilien. Drei Viertel des fair gehandelten Kaffees waren 2016 bio-zertifiziert.

Neue Fairtrade-Programme ermöglichen es inzwischen Unternehmen, Kakao, Baumwolle und Zucker unter Fairtrade-Bedingungen einzukaufen und innerhalb ihrer Produktionskette einzusetzen, was neue Absatzwege erschließt. Aktuell führen über 30.000 Produkte weltweit das Fairtrade-Siegel.

Die Nutznießer in den Produzentenländern sind derzeit 1,5 Millionen Menschen in 74 Ländern weltweit und weit über tausend Produzentenorganisationen (80 % aller Fairtrade-Organisationen sind Zusammenschlüsse von Kleinbauern). Sie geben die Fair-Trade-Prämie insbesondere für Bildungsmaßnahmen, Organisationsentwicklung, Steigerung ihrer Produktivität und Qualität und für die Verbesserung von Unterkünften aus. Damit entstehen über die unmittelbaren ökonomischen Wirkungen hinaus bei den Produzenten und in ihrem Umfeld positive soziale Entwicklungseffekte (weitere Informationen hier).

 

Quelle: Fairtrade Deutschland e.V.