Faires Berlin die Ausstellung

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Die Ausstellung Faires Berlin 
lädt dazu ein, hinter 20 außergewöhnliche Produkte aus Berlin zu blicken. 


Gemeinsam zeigen sie, wie vielfältig Fairer Handel in der Hauptstadt gelebt wird.
Zu entdecken gibt es unter anderem fair gehandelten Kaffee, handgewebte Textilien, Schmuck, Schokolade, Naturkosmetik, Sportartikel und Gastronomie.

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Fünf Perspektiven auf Fairen Handel

Kein Produkt erzählt die ganze Geschichte des Fairen Handels. Deshalb betrachten wir die 20 Produkte dieser Ausstellung aus fünf unterschiedlichen Perspektiven. Jedes Produkt zeigt einen Ausschnitt – gemeinsam entsteht ein vielfältiger Blick auf Fairen Handel.

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Perspektive FairMaker

Passgenaue Bademode

1979 SWIMWEAR

Einkauf Handwerk

Passgenaue Bademode

Wo handelst du fair?

„Transparente Fertigung kleiner Auflagen in Polen bei guter Lohnzahlung, Einkauf hochwertiger zertifizierter Stoffe und Zutaten aus Frankreich nur bei langjährigen Hersteller-Partnern von mittlerweile über 15 Jahren.

Was machst du? 

„Elegante Badeanzüge und stilvolle Bikinis für Frauen vom Bademodenlabel 1979 Swimwear aus Berlin. Hochwertig und nachhaltig gefertigt mit exzellenter Passform. Ganzjährig erhältlich in hoher Qualität und mit Liebe zum Detail. Kleine Auflagen, beständige Klassikermodelle und Nachhaltigkeit sind schon seit der Labelgündung in 2009 eine Selbstverständlichkeit. Online & in Kreuzberg. Go swimming in style! Entstanden ist das Label bei einem Auslandsjahr auf Hawaii eine kleine Weile lang war es das einzige Swimwearlabel Berlins.“

Was macht euch besonders?

„Besondere Modelle – Badeanzüge mit mehr Bein, hochtaillierte Bikinis oder figurformende Einteiler für Frauen mit langem Oberkörper. Auf Anfrage sind Anpassungen und Variationen der Modelle möglich und persönliche Beratung durch die Designerin.“

Was bedeutet faires Handeln für dich? 

„Recherche aller Geschäftspartner*innen unter den Aspekten der Verantwortung, Image, Geschäftsbeziehungen, öffentlicher Auftritt, Markenimage, Überprüfung der Fertigungsbedingungen und ggf. realistische Preisgestaltung inkl. ehrliches Fazit. Faire Konditionen bezüglich Order, Lieferung, Bestellung, Rückgaben, Zahlungsbedingungen. Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit bezüglich Kommunikation und Umgang. Transparenz und Offenheit.“

Worauf bist du besonders stolz?

„Berlins Modeszene war ‚arm aber sexy‘ und Second Hand, Humana, recycelte Clubwear nahm Überhand. Später wurde der Markt überschwemmt mit Billigprodukten, Einkaufsmalls, E-Commerce und es kam die Coronazeit samt Lockdowns. Mehr als zwei Drittel meiner Kollegen haben aufgegeben- ein stückweit bin ich stolz mit 1979 SWIMWEAR durchgehalten zu haben bis hierhin.“

FairMaker Suzanna, von 1979 SWIMWEAR.

Faire Solarmodule, Mensen und Gemeinschaftsarbeit

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Beschaffung Bildungsarbeit Essen & Trinken

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Wo handelst du fair?

„Im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. In meiner Tätigkeit als Koordinatorin für Kommunale Entwicklungspolitik setze ich mich unter anderem dafür ein, faires Handeln des Bezirks anzustoßen. Und zwar indem ich Strategien für eine sozial verantwortliche Beschaffung entwickle und in die Praxis bringe.“

Was machst du?

„Im Bereich der Fairen Beschaffung recherchiere ich, welche vom Bezirk oder auch in Kooperation mit dem Land Berlin eingekauften Produkte ein hohes Risiko für die Verletzung von Menschenrechten in ihrer Lieferkette tragen. Das könnten zum Beispiel Produkte wie Natursteine, Lebensmittel im Schulessen, Textilien oder Solarzellen sein. Wenn diese Produkte in großem Stil eingekauft werden, dann sehe ich mir die Lieferkette und die Situation auf dem Markt genauer an. Ich überlege: welche Alternativen gibt es? Kann man das Produkt oder einen beinhalteten Rohstoff aus anderen, aus fairen Lieferketten beziehen? Und dann: wie ist das mit dem Vergaberecht vereinbar? Gemeinsam mit NGOs und Jurist*innen entwickle ich dann konkrete Ausschreibungsunterlagen, die zur Beschaffung des fraglichen Produkts genutzt werden können.“

„Darüber hinaus bieten wir verschiedenste Mitmachformate für Bürger*innen an. Zum Beispiel organisieren wir faire Frühstücke, bei denen wir uns mit Menschen über Lieferketten und Arbeitsrechte unterhalten. Gleichzeitig genießen wir in gemütlicher Atmosphäre faire Produkte. Oder wir nehmen die Bürger*innen mit auf eine Tour durch den Kiez und zeigen ihnen Unternehmen und Projekte, die nachhaltig handeln. Oder wir organisieren Kinoveranstaltungen zur globalen Textilindustrie oder anderen Themen mit Bezug zu Menschenrechten.“

Was bewirkst du damit?

„Im Bereich der Bildungsarbeit schaffe ich in erster Linie einen Ort für Austausch und Miteinander. Menschen bekommen die Gelegenheit genauer zu erfahren, wie der Bezirk sich engagiert und sie lernen darüber hinaus auch, wie sie sich selbst einbringen können.“

„Im Bereich der fairen Beschaffung bewirke ich, dass der öffentliche Einkauf sein ökonomisches Steuerungspotenzial entfalten kann. In ganz Berlin werden durch unser Wirken faire Produkte wie Reis und Bananen im Berliner Schulessen eingesetzt. In Berliner Schulen rollen faire Fußbälle, auf verschiedenen öffentlichen Plätzen liegen zertifizierte Natursteine. Und jetzt planen wir ein Projekt mit den Berliner Stadtwerken zur Beschaffung von Solarmodulen. Der verwendete Rohstoff wird aus Europa kommen, um Zwangsarbeit in der vorgelagerten Lieferkette auszuschließen.“

Was bedeutet faires Handeln für dich?

„Für mich ist faires Handeln in erster Linie ein rücksichtsvolles BE-Handeln und Achtsamkeit auf einer ganz individuellen Ebene. Das bedeutet einen bewussten Umgang mit Menschen um mich herum, aber durch meinen Konsum eben auch mit Menschen, die weit weg die Produkte herstellen, die ich gerne konsumiere. Und dieses Bewusstsein möchte ich durch meine Tätigkeit in einen größeren, sehr formalisierten Kontext tragen. Eine fair handelnde Bezirksverwaltung zum Beispiel würde die Energiewende nicht auf dem Rücken von Menschenrechten umsetzen.“

FairMaker Helena, aus dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. 

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Kinoabende, Pilotprojekte und faire Beschaffung

Bezirksamt Mitte

Beschaffung Bildungsarbeit

Kinoabende, Pilotprojekte und faire Beschaffung

Wo handelst du fair?

„Als Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Bezirksamt Mitte bringe ich den fairen Handel immer wieder ins Verwaltungshandeln ein.“

Was machst du?

„Ich berate zu fairen Produkten, konzipiere Bildungs- und Informationsveranstaltungen und bin Kooperationspartnerin für interessierte Akteur*innen im Bezirk. Im Rahmen des Aktionsbündnisses Mitte fair & nachhaltig setze ich gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur*innen aus dem Bezirk Projekte und Aktionen um, die den fairen Handel und weitere Nachhaltigkeitsthemen im Bezirk sichtbar machen. Außerdem koordiniere ich die Fairtrade-Town-Kampagne: Mitte ist seit 2014 Fairtrade-Town und setzt sich damit besonders für den fairen Handel ein.“

Was macht dich besonders?

„Ich bringe fairen Handel dorthin, wo er selten mitgedacht wird: in die öffentliche Verwaltung. Als Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik übersetze ich globale Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 in konkretes Verwaltungshandeln vor Ort und hinterfrage dabei, welche Auswirkungen unser Handeln auf andere Weltregionen und Menschen hat. Dabei vernetze ich Politik, Zivilgesellschaft und lokale Akteur*innen im Bezirk Mitte – etwa im Aktionsbündnis Mitte fair & nachhaltig – und sorge so dafür, dass fairer Handel gelebte Praxis im Verwaltungsalltag wird.“

Was bedeutet faires Handeln für dich?

„Vor allem globale Gerechtigkeit: dass Menschen überall auf der Welt fair für ihre Arbeit entlohnt werden – unabhängig davon, wo sie leben. Gleichzeitig zeigt er mir, wie eng lokal und global miteinander verbunden sind: Eine Kaufentscheidung hier oder eine Verwaltungsentscheidung im Bezirk wirkt sich ganz konkret auf Menschen andernorts aus. Fairer Handel heißt für mich deshalb, diese Verbindung nicht zu übersehen, sondern bewusst mitzudenken also lokal handeln, global Verantwortung übernehmen.“

Wie setzt du das in der Praxis um?

„Wir bieten Fortbildungen für die Verwaltung an und setzen gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Mitte fair & nachhaltig Projekte um. Dazu gehören Veranstaltungen im Bezirk wie Kinoabende, Kiezfeste und Infostände ebenso wie internationale Fachaustausche, etwa mit unserer Partnerstadt Douala in Kamerun. Auch bei eigenen Beschaffungsentscheidungen setzen wir faire Kriterien praktisch um.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Wir sind stolz darauf, den Leitfaden für faire Beschaffung angestoßen zu haben und dass sich die Stärkung des fairen Handels in der Bezirksverwaltung mittlerweile etabliert hat. Erste kleine Pilotprojekte im Bereich der Beschaffung konnten wir bereits umsetzen. Besonders stolz sind wir zudem auf unser Bündnis aus engagierten bezirklichen Akteur*innen, die schon seit einigen Jahren mit uns zusammenarbeiten.“

FairMaker Julia, aus dem Bezirksamt Mitte. 

Wirtschaftsförderung, Faires Frühstück und stetige Strukturen

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Beschaffung Bildungsarbeit

Wirtschaftsförderung, Faires Frühstück und stetige Strukturen

Wo handelt ihr fair?

„Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.“

Was macht ihr?

„Als Fairtrade-Town setzt sich das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf gemeinsam mit Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, für die Förderung des fairen Handels auf kommunaler Ebene ein. Mit Projekten, Aktionen sowie durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wird der faire Handel sichtbar gemacht und das Bewusstsein hierfür gestärkt.“

Was macht euch besonders?

„Besonders macht uns unser langjähriges Engagement für den Fairen Handel. Bereits 2008 veröffentlichte das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf eine Fairtrade-Broschüre und setzte sich somit schon früh für nachhaltigen Konsum und globale Verantwortung ein. Seit 2018 ist der Bezirk Fairtrade-Town. Dieses Engagement wird stetig mit lokalen Akteurinnen und Akteuren fortgeführt. Ein wichtiger Meilenstein war die Neugründung der Fairtrade-Steuerungsgruppe in 2025, die den Fairen Handel im Bezirk weiter stärkt.“

Was bedeutet faires Handeln für euch?

„Faires Handeln bedeutet für uns, globale Verantwortung auf lokaler Ebene zu übernehmen. Dazu gehört, nachhaltigen Konsum in unserem Bezirk zu fördern und damit einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit sowie zu fairen Arbeits- und Lebensbedingungen weltweit zu leisten. Gleichzeitig unterstützt der Faire Handel den Klima- und Umweltschutz durch nachhaltige Produktionsweisen, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und umweltverträgliche Herstellungsverfahren. Fairer Handel steht für uns zudem für Transparenz, Partnerschaft und echte Wertschätzung.“

Wie setzt ihr das in der Praxis um?

„Seit 2018 ist der Bezirk Fairtrade-Town und wird alle zwei Jahre erfolgreich rezertifiziert. Der Faire Handel wird auf verschiedenen Ebenen praktisch umgesetzt. In der Bezirksverwaltung und der Bezirksverordnetenversammlung werden fair gehandelte Produkte genutzt sowie diverse Formate angeboten: Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung fand der 14. RegioTALK für kleine sowie mittlere Unternehmen statt. Mit der Domäne Dahlem gab es ein faires Kochevent und ein faires Frühstück. Zudem beteiligte sich der Bezirk mit dem Weltladen durch einen Gallery Walk an einem Fachtag zur nachhaltigen Ernährung.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Besonders stolz sind wir darauf, dass Fairer Handel in Steglitz-Zehlendorf kein kurzfristiges Projekt ist, sondern dauerhaft in der Bezirksarbeit verankert ist. Von ersten Aktivitäten 2008 über die Auszeichnung als Fairtrade-Town 2018 bis zu Rezertifizierungen zeigt sich der lange Bestand. Gleichzeitig entwickeln wir das Thema weiter und greifen es mit neuen Formaten sowie Kooperationen mit Partnern auf. Künftig stärken wir die Öffentlichkeitsarbeit über Social Media und planen einen Fairen Stadtplan für Steglitz-Zehlendorf, um faire Angebote im Bezirk noch sichtbarer zu machen.“

Das FairMaker Team aus dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf 

Solidarischer Kaffee und Bildung

FairBindung

Bildungsarbeit Essen & Trinken

Solidarischer Kaffee und Bildung

Wo handelt ihr fair?

„Von Berlin aus arbeiten wir mit einer Kooperative aus Guatemala. Wir verkaufen solidarisch angebauten biologischen Kaffee und geben Workshops.“

Was ist FairBindung?

FairBindung e.V. ist ein kleiner, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der seit 2009 basisdemokratisch und kollektiv organisiert arbeitet.
Die Gruppe versteht sich als Teil eines globalen Netzwerks für soziale und ökologische Gerechtigkeit sowie für die Rechte von Menschen und Natur.
Unter dem Leitbild „Bildung für das Leben“ schafft FairBindung Räume, in denen antikoloniale, migrantische und diasporische Perspektiven sichtbar werden und aktiv mitgestaltet. Mit dem Kaffeeprojekt „Café Vivero“ erprobt der Verein gemeinsam mit Partner*innen solidarische Wege des Wirtschaftens – und zeigt Alternativen zu bestehenden Strukturen und globalen Ungleichheiten auf.

 

Solidarischer Handel in der Praxis

Mit „Café Vivero“ verbindet FairBindung direkten Kaffeehandel mit einem klaren Anspruch: Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Die Partnerschaft mit der Kooperative in Guatemala ist langfristig angelegt und basiert auf Vertrauen, Austausch und gemeinsamen Entscheidungen. So entsteht ein Handel, der nicht nur auf Preise schaut, sondern auf Beziehungen.

 

FairMaker Melina und Luis von FairBindung e.V. 

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Sport mit fairen Trikots und Haltung

FC Internationale Berlin

Bildungsarbeit Sport

Sport mit fairen Trikots und Haltung

Wo handelst du fair?

„Ich engagiere mich für mehr fairen Handel im Fußball beim FC Internationale Berlin.“

Was macht ihr? 

„Wir sind ein Sportverein mit knapp 1300 Mitgliedern aus Schöneberg, der ambitionierten Amateurfußball mit gesellschaftspolitischem Engagement kombiniert. 2021 konnten wir als erster Amateurverein Deutschlands eine unabhängige Nachhaltigkeitszertifizierung feiern. Nicht erst seitdem ist der faire Handel eine wichtige Säule unseres Tuns.“

Wie setzt ihr das in der Praxis um konkret um?

„Wir waren Pionier in Berlin, was das kicken mit fair gehandelten Fußbällen betrifft. Aber auch im Bereich Merchandise, Spielkleidung oder Catering haben wir mit begrenzten Mitteln gezeigt, dass auch ein Amateurverein seinen Beitrag leisten kann für den öko-fairen Einkauf. Dazu kommunizieren wir unseren Weg offensiv nach innen und außen, um unsere Mitglieder und andere Vereine für das Themenfeld Nachhaltigkeit zu begeistern.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Wir sind besonders stolz auf unsere kleine Weltneuheit, wir nennen sie DAS TRIKOT. Es ist unseres Wissens das erste Fußballtrikot weltweit, das komplett aus Cradle to Cradle Gold zertifizierten Materialien hergestellt wurde. Somit ist es für die Kreislaufwirtschaft der Zukunft gemacht, in der verantwortungsvoll mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen wird. Hergestellt wird DAS TRIKOT unter fairen Bedingungen in Portugal und mit kurzen Wegen zwischen den Fertigungsbetrieben im Umkreis von 20 Kilometern.“

Was bedeutet faires Handeln für euch?

„Fairer Handel bedeutet für uns, wenn Fairplay nicht auf dem Spielfeld aufhört, sondern ausdrücklich auch entlang der gesamten Lieferkette gelebt wird. Unsere Kaufentscheidungen vor Ort haben nun mal einen Einfluss auf Mensch und Planeten. Wir möchten dabei unserem Vereinsmotto und Slogan, der unsere Trikots anstatt von Werbung seit über 25 Jahren ziert, gerecht werden: NO RACISM.“

FairMaker Anton, von FC Internationale Berlin 1980 e.V.

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Keramik und Textil aus Aleppo und Kabul

Gundara

Einkauf Handwerk

Keramik und Textil aus Aleppo und Kabul

Wo handelt ihr fair?

„Unser Laden Gundara befindet sich in der Schlesischen Str. 25 in Kreuzberg. Wir verkaufen fair gehandelte Produkte aus aller Welt. Angefangen hat es mit Ledertaschen aus Afghanistan und man kann bei uns schöne Geschenke, meist handgemacht und aus Naturmaterialien, finden.“

Was macht ihr?

„Wir sind Jean und Gunda Amat Amoros. Wir haben uns 2006 in Afghanistan kennengelernt und betreiben seit 2009 zusammen gundara.com. Wir vernetzen ProduzentInnen in aller Welt direkt mit KundInnen in Deutschland. Wir bieten Vieles von Aleppo-Seife, Bunzlauer Keramik, Schals und Decken aus Nepal und Pakistan, Babouche aus Marokko, Ledertaschen aus Afghanistan und Äthiopien, Tuareg-Schmuck aus Niger und vieles mehr.“

Was macht euch besonders?

„Wir kennen alle unsere ProduzentInnen persönlich und bauen langfristige Partnerschaften mit ihnen auf. Unsere Produkte sind handerlesen, handgemacht, aus Naturmaterialien und fair und dazu auch noch hübsch und funktional.“

Was bedeutet faires Handeln für euch?

„Dass möglichst viel des Profits direkt an die ProduzentInnen zurückgeht, aber auch, dass man Produkte kauft, weil sie schön und funktional sind und nicht aus Mitleid.“

Wie setzt ihr das in der Praxis um?

„Wir sind in direktem Kontakt mit unseren ProduzentInnen in Nepal, Sambia, Äthiopien, Polen, Niger, Pakistan, etc. und entwickeln in enger Partnerschaft unsere Produkte weiter.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Wir freuen uns, dass wir so z.B. auch ein positives Bild von Ländern wie Pakistan, Niger, Sambia, etc. zeichnen können und unsere KundInnen so durch ihren Kauf ein kleines Stück dazu beitragen können unsere Welt ein kleines bisschen besser zu machen.“

veganes Bio-Catering

Kernvoll

Essen & Trinken

veganes Bio-Catering

Wo handelt ihr fair?

„Wir sind ein rein bio-veganes Catering mit hohen regionalen, saisonalen und fairen Standards.“

„Bei uns dreht sich alles um faire Arbeit. Das gilt für die landwirtschaftliche Produktion der Herkunftsländern und für die Herstellung in Berlin. Das bringen wir alltäglich zusammen und können somit eine echte Alternative im Catering anbieten.“

Welche Rolle spielt faires Wirtschaften bei Kernvoll?

„Wenn wir Produkte verwenden, die außerhalb der EU produziert werden, müssen sie aus fairem Handel und der Bio-Landwirtschaft stammen.

Unsere faire Arbeit in Berlin wird mit unserer gewerkschaftlicher Tarifbindung kollektivrechtlich garantiert.“

FairMaker – das Team von Kernvoll

Nachhaltigkeit im Fußball

Polar Pinguin

Bildungsarbeit Sport

Nachhaltigkeit im Fußball

Welche fairen und nachhaltigen Produkte kommen bei euch zum Einsatz?

„Bei unseren Heimspielen setzen wir bereits seit Anfang 2023 auf Mehrwegbecher im Polar-Design. Viele Mitglieder haben einen eigenen Becher gekauft und bringen ihn zu den Spieltagen wieder mit. Dadurch vermeiden wir Einwegplastik und machen Nachhaltigkeit im Vereinsalltag sichtbar.“

„Über einen Fördertopf des Landessportbundes Berlin konnten wir außerdem fair gehandelte Sportartikel bezuschussen lassen. So waren unsere Fairtrade-Bälle von Cawila sogar günstiger als die zuvor verwendeten Bälle – und sie kommen auch bei den Spielenden gut an.“

„Gemeinsam mit Raval Football haben wir zudem eine eigene Trainings- und Trikotkollektion entwickelt. Dabei war uns wichtig, nicht nur ein neues Design zu schaffen, sondern uns auch mit Produktionsbedingungen und Lieferketten auseinanderzusetzen.“

„Ein weiterer wichtiger Schritt war die Anschaffung von Mehrweggeschirr. Dieses wird nicht nur bei Polar Pinguin eingesetzt, sondern steht auch anderen Vereinen für ihre Veranstaltungen zur Verfügung. So werden vorhandene Ressourcen gemeinsam genutzt und bei verschiedenen Sportveranstaltungen Abfälle reduziert.“

„Seit August ist außerdem ein mobiles Spülmodul im Einsatz, das wir bewusst sportarten- und vereinsübergreifend gemeinsam mit Türkiyemspor Berlin Basketball und den Berlin Kobras geplant haben. Damit kann Mehrweggeschirr künftig direkt bei Spieltagen, Turnieren und anderen Veranstaltungen gespült werden. Was bei uns in der PolArena bereits funktioniert, soll mobil werden und auch anderen Vereinen zugutekommen.“

Was waren eure ersten Schritte?

„Am Anfang stand für uns die Frage: In welchen Bereichen können wir als Verein sozial und ökologisch wirklich etwas verändern? Die Ausrüstung war dabei ein naheliegender Ausgangspunkt. Hier können wir fairere Produktionsbedingungen unterstützen und gleichzeitig viele Menschen im Verein erreichen.“

„Ein neuer Ball, ein Trikot oder ein Mehrwegbecher wird benutzt, angefasst und besprochen. Dadurch entstehen Fragen: Wo wurde das hergestellt? Unter welchen Bedingungen? Warum entscheiden wir uns als Verein für dieses Produkt? Nachhaltigkeit wird so konkret und Teil des Vereinsalltags.

„Dabei betrachten wir ökologische und soziale Nachhaltigkeit nicht getrennt voneinander. Für uns gehört dazu auch die Frage, wer im Sport sichtbar ist, mitentscheidet und Zugang zu Ressourcen bekommt. Gemeinsam mit ERSTE und Türkiyemspor Berlin Basketball haben z.B. im Rahmen der Basketball WM der Frauen Veranstaltungen umgesetzt, die Frauen im Sport sichtbar machen und unterschiedliche Perspektiven und Sportarten zusammenbringen.“

„Polar Pinguin Berlin möchte über den eigenen Verein und über den Fußball hinaus wirken. Dafür arbeiten wir mit anderen Vereinen und Organisationen zusammen, teilen Ressourcen und entwickeln Lösungen, die mehrere Sportarten nutzen können. Nachhaltigkeit bedeutet für uns deshalb nicht, ein einzelnes Projekt abzuschließen. Es geht darum, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, Vereinsgrenzen zu überwinden und unsere Strukturen Schritt für Schritt zu verändern.“

FairMaker Safa und Noah von Polar Pinguin Berlin e. V.

 

Slow Fashion seit 17 Jahren

Supermarché

Bildungsarbeit Sport

Slow Fashion seit 17 Jahren

Wo handelt ihr fair?

„In unserem Laden in Friedrichshain-Kreuzberg.“

Was macht ihr? 

„In ironischer Distanz zum eigentlichen Supermarktkonzept bietet unser Laden supermarché in Berlin-Kreuzberg Mode aus zertifizierter Biobaumwolle, Hanf, Leinen und recycelten Stoffen jenseits von ausbeuterischer Massenproduktion & Fast Fashion.“

Wie setzt ihr das in der Praxis um konkret um?

„Auf 100 qm Ladenfläche führen wir derzeit rund 50 Marken wie ARMEDANGELS, Recolution, Kuyichi, Mela, Kings of Indigo, Rifò, Knowledge Cotton Apparel, MUDJeans und viele andere Brands, die sich gegründet haben, um fairer und ökolgischer zu produzieren als die konventionelle Textilindustrie.

Der Hauptteil unserer Marken ist GOTS-, GRS- oder FAIRTRADE- oder B Corb-zertifiziert und/oder Mitglied in der Fair Wear Foundation.

Einige wenige unserer Marken sind zu klein für diese teuren Zertifizierungen. Diese Marken sind jedoch sehr transparent in ihrer Lieferkette und vorbildlich in ihrer Produktion.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„In unserem Sortiment legen wir ein besonderes Augenmerk auf fair produzierte* Jeans und Hosen, da wir wissen, dass es eine große Auswahl braucht, um für sich die richtig gut sitzende Jeans zu finden. Deshalb findest du bei uns eine riesige Auswahl an Jeans aus Biobaumwolle oder recycelter Baumwolle, Chinos aus Biobaumwolle, Hanf oder Leinen – derzeit sind es über 50 Modelle! Natürlich haben wir auch die DetoxDenims von Armedangels.“

*Unsere Jeans sind fair produziert: Die Marken, die wir führen sind Mitglied in der Fair Wear Foundation wie Armedangels, Kuyichi und Dawn Jeans, GOTS-zertifiziert wie Kings of Indigo, ATO und feuervogl sowie B-Corb-zertifiziert wie MUDJeans.

Was macht ihr anders?

„Bei uns werden unsere Nachbar*innen zu Models! Einen großen Teil unserer Basics in unserem Onlineshop wird nicht von professionellen Model präsentiert, sondern von den coolen und ganz unterschiedlichen Menschen um uns herum – unseren Nachbar*innen. Das Projekt Kiezmodels entstand zur Corna Zeit, um die lokalen Gewerbe zu stärken.“

„In unserer Siebdruckwerkstatt bedrucken wir unter dem Eigenlabel Hirschkind T-Shirts und Wohnaccesories.“

FairMaker Nici, vom Supermarché

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handgemachte Kinderprodukte

Tulipas

Einkauf Handwerk

handgemachte Kinderprodukte

Wo handelst du fair? 

„In Berlin – auf Kunsthandwerksmärkten und in meinem Atelier, wo ich handgemachte Kinderprodukte und Geschenke fertige.“

Was machst du?

„Ich bin Giuliana von Tulipas Berlin und gestalte handgemachte Produkte und Geschenke für Kinder – in kleinen Mengen, mit viel Liebe zum Detail und nachhaltigen Materialien. Jedes Stück entsteht in Handarbeit in meinem Berliner Atelier. Zu finden bin ich auf Berliner Märkten, in meinem Onlineshop und auf Etsy. In meiner Arbeit verbinde ich Berliner Handwerk mit den Farben und Traditionen meiner peruanischen Wurzeln.“

Was macht Tulipas besonders?

„Bei mir ist alles echte Handarbeit – kein Fließband, sondern kleine Serien und Unikate. Ich verbinde zwei Welten: das kreative Berlin und das kunsthandwerkliche Erbe Perus. Als Teil von MigrArte Perú gehöre ich zu einem Netzwerk von Kunstschaffenden mit peruanischen Wurzeln, das faires, kreatives Arbeiten in Berlin sichtbar macht.“

Was bedeutet faires Handeln für dich?

„Fairer Handel heißt für mich: Die Menschen, die etwas mit ihren Händen schaffen, sollen dafür anerkannt und angemessen bezahlt werden. Es geht um Respekt, Transparenz und Würde – von den Materialien bis zum fertigen Produkt. Fair ist, wenn Handarbeit ihren wahren Wert bekommt und niemand am Anfang der Kette übersehen wird.“

Wie setzt du das in der Praxis um?

„Ich arbeite in kleinen Mengen, wähle Materialien bewusst aus und lege offen, wie und wo meine Produkte entstehen. Meine Preise spiegeln den echten Wert der Handarbeit wider. Außerdem unterstütze ich andere Kunsthandwerker:innen dabei, ihre Arbeit fair zu kalkulieren – mit einem kostenlosen Kalkulations-Tool und einem Leitfaden für kreative Selbstständige.“

Worauf bist du besonders stolz?

„Darauf, dass ich Tulipas Berlin seit 2017 Schritt für Schritt aufgebaut habe – als kleine Manufaktur, die zeigt, dass handgemacht und fair zusammengehören. Und darauf, dass ich mein Wissen weitergebe und andere Kunsthandwerker:innen ermutige, ihre Arbeit selbstbewusst und fair wertzuschätzen.“

FairMaker Giuliana, von Tulipas Berlin.

 

Faire Trikots für den Verein

TuS Neukölln

Sport

Faire Trikots für den Verein

Wo handelt ihr fair?

„In der Organisation von fairen Events und unseren neuen Trikots“

Ein Faires Trikot

Pünktlich zum Jubiläum hat der Verein ein neues Trikot herausgebracht, dieses ist Teil einer berlinweiten Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dem Landessportbund Berlin, Bündnisakteur Better Nice Cool und dem Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin. Es ist unter fairen Bedingungen in Portugal hergestellt worden, besteht aus recyceltem Polyester und fällt unter den Begriff der On-Demand-Produktion – es wurden exakt so viele Teile produziert, wie nötig. Im Vorfeld der Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen im September entsteht so ein sichtbares Zeichen für Fairen Handel und nachhaltige Sporttextilien in Berlin.

der Verein 

Der TuS-Neukölln1865 e.V. ist ein Sportverein im Süden Berlins. Zum Vereinsjubiläum gab es einen Informationsstand des Aktionsbündnis Fairen Handels, faires Catering vom Weltladen Sophiefair sowie eine Ladung fairen Kaffee.

FairMaker Johanna von TuS Neukölln 

Handgewebte Textilien mit Geschichte

Wambui Design

Einkauf Handwerk

Handgewebte Textilien mit Geschichte

Was ist Wambui Design?

Wambui Designs ist ein Berliner Designlabel, das traditionelles Handwerk und kulturelles Erbe in zeitgemäße Wohnaccessoires und Textilien übersetzt. Die Produkte verbinden historische Techniken, natürliche Materialien und modernes Design. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie traditionelle Handwerkskunst bewahrt und gleichzeitig für heutige Lebenswelten weiterentwickelt werden kann. Als Mitglied von Fair Band setzt Wambui Design auf faire und transparente Wertschöpfungsketten.

Slow Fashion

Alle Textilien werden auf traditionellen Webstühlen gefertigt. Vom Vorbereiten der Fäden bis zum Einrichten des Webstuhls erfolgen die Arbeitsschritte von Hand. Jedes Produkt entsteht mit großer Sorgfalt und ist Ausdruck handwerklicher Erfahrung, die über Generationen weitergegeben wurde. Wambui möchte mit der hochwertigen qualitativen Handarbeit ein Gegenstück zur Fast Fashion Bewegung bilden.

FairMaker Wambui, von Wambui Design

 

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Besonderes zum Schenken, Naschen und Kochen!

Weltladen Zeichen der Zeit

Bildungsarbeit Einkauf Essen & Trinken Handwerk

Besonderes zum Schenken, Naschen und Kochen!

Wo handelt ihr fair?

„Unser Weltladen liegt am U-Bahnhof Eberswalder Straße, direkt hinter der Kulturbrauerei.“

Was macht ihr? Was bietet ihr an?

Zum Genießen und Schlemmen

● Kaffee von Frauenkooperativen
● mega scharfe Saucen aus Swaziland
● Feine Schokolade von fairafric, Zotter und Regenwaldladen

Schönes für dich und die Deinen
Suchst du ein Geschenk? Bei uns bist du richtig.

● vegane Bolo, Carbonara, Currys
● mafiafreie Lebensmittel aus Sizilien
● Mützen und Handschuhe aus Yakwolle
● originelle Weihnachtsdeko
● Taschen und Rucksäcke von TicketToTheMoon
● T-Shirts, Hoodies, Socken, underwear
● indische Notizbücher, Tüten, Geschenkpapier
● Kerzen aus Südafrika
● Seifen und Öle aus Amazonien“

Was bedeutet Faires Handeln für euch?

„Wir tun was gegen Fluchtursachen und Klimawandel. Wer in der Heimat sein Auskommen findet, muss nicht fliehen. Unsere Handelspartner sind Menschen, mit denen wir auf Augenhöhe Geschäfte machen.“

Wie setzt ihr das in die Praxis um?

„Das Leben der Menschen im globalen Süden wird besser, wenn wir ihre Produkte zu fairen, angemessenen Preisen kaufen. Dann bleibt auch Geld übrig für Schulbücher und Medikamente.
Wir halten Kontakt zu den Frauen und Männern, die die Dinge herstellen.  Zu den Familien, die die Rohstoffe anbauen. Auch in Krisensituationen wie Krieg, Erdbeben, Dürre und Überschwemmung.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Bei uns bekommst du die beste Beratung. Wir kennen unser Sortiment gut und unterstützen dich optimal bei deinen Kauf-Entscheidungen.“

FairMaker Claudia und Lavern, aus dem Weltladen Zeichen der Zeit

Headline Lebenswelt
oder Firmenname

Überschrift

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip.

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Der faire Stadtplan