Andere reden. Wir handeln. Fair.

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Wer steckt hinter dem Fairen Handel in Berlin?

Wir machen die Vielfalt der Berliner Fair Handels Akteure, der FairMaker sichtbar.

Von September bis November zeigen wir die Gesichter des Fairen Handels in Berlin auf Instagram, im öffentlichen Raum und im Oktober als Trailer in den Yorck Kinos. Im September geht es um Sport und Bildungsarbeit, im Oktober um Genuss, und im November um Fairen Handel im Einkauf.

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So könnt ihr mitmachen!

➜ Sprecht über die Kampagne
Macht die FairMaker auf euren Webseiten, Webseiten und Social Media sichtbar. Dafür stellen wir Banner, Texte und Bilder bereit.

➜ Teilt eure Beiträge
Teilt, liked und kommentiert Beiträge anderer FairMaker. Dafür gibt es Hintergründe für Instagram Stories.

➜ Setzt ein Zeichen im öffentlichen Raum
Mit Plakaten in Schaufenstern oder auf Events. Diese könnt ihr zum Download oder per Mail bestellen.

➜ Entdeckt Faire Produkte
Vom 4. bis 8. November 2026 präsentieren 20 FairMaker ihre Produkte beim Bazaar Berlin. Die Ausstellung „Faires Berlin“ zeigt die Geschichten hinter 20 besonderen Produkten.

FairMaker – Aktuelles
Alle Aktionen rund um die Kampagne
4. November 2026 – 8. November 2026
Bazaar Berlin
Messe Berlin, Palais am Funkturm, Messedamm 22, 14055 Berlin
Eine internationale Verkaufsmesse für Kunsthandwerk, Design und Naturwaren. Dort findest du auch Aussteller*innen, die dem Fairen Handel und sozialen Zielen verpflichtet sind.
13. September 2026
Fairer Spieltag mit dem DBV Charlottenburg
SömmeringhalleSömmeringstraße 21, 10589 Berlin
Ein faires Basketballtrikot für Berlin
Wie wird ein faires Trikot produziert? Ein Interview zur Entstehungsgeschichte mit Design-Agentur und Textil-Hersteller BetterNiceCool
18. August 2026
Erfolgreicher 1. Fairer Spieltag mit dem TUS Neukölln am 4. Juli
Anlässlich des 50(+1)-jährigen Jubiläums der Basketballabteilung des TuS Neukölln fand am vergangenen Samstag, den 4. Juli, ein besonderes Ereignis im Zeichen des Fairen Handels statt. Gefeiert wurde mit 150 Mitgliedern, Familien und Interessierten auf dem Sport-365-Gelände im Görlitzer Park. Das Rahmenprogramm umfasste ein 3×3 Basketballturnier in allen Altersklassen, einen Kleiderbasar für alte Textilien, eine Tombola und Fotos sowie Erinnerungsstücke aus der Vereinsgeschichte. Gemeinsam mit dem TuS Neukölln haben wir damit unseren ersten von insgesamt fünf geplanten fairen Spieltagen 2026 auf den Court gebracht. Doch wo kam der Faire Handel konkret ins Spiel?
7. Juli 2026
4. Juli 2026
Faires Basketballturnier mit dem TuS Neukölln
Sport 365 Gelände im Görlitzer Park
Wir begleiten das Vereinsfest als ersten von insgesamt fünf Fairen Spieltagen 2026. An unserem Infostand gibt es Informationen zu Fairem Handel, nachhaltigem Konsum und globalen Lieferketten sowie ein Glücksrad, faire Preise und Snacks vom sophiefair Weltladen. Außerdem feiert das fair produzierte Basketball-Jersey unseres Bündnisakteurs Better Nice Cool Premiere. Die Initiative setzt im Vorfeld der Basketball-WM der Frauen ein Zeichen für Fairen Handel und nachhaltige Sporttextilien in Berlin.
8. Juni 2026
Startschuss der Kampagne „Berlin handelt Fair“ für Bündnisakteur*innen
online
Zum Start der Kampagne „Berlin handelt Fair“ lädt das Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin zu einem Online-Austausch ein. Vorgestellt werden die Kampagne, Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung sowie die dazugehörigen Materialvorlagen. Das Format richtet sich an alle, die die Kampagne sichtbar unterstützen und in ihre Arbeit integrieren möchten.

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Wer steckt hinter dem Fairen Handel in Berlin? FairMaker sind Personen und Organisationen, die jeden Tag ihren Beitrag für ein Faires Berlin leisten. Lass dich inspirieren!
➜ Du bist selbst FairMaker? Dann schick uns Bild und Text. Bis November werden wir nach und nach weitere Profile ergänzen.

Perspektive FairMaker

Passgenaue Bademode

1979 SWIMWEAR

Einkauf Handwerk

Passgenaue Bademode

Wo handelst du fair?

„Transparente Fertigung kleiner Auflagen in Polen bei guter Lohnzahlung, Einkauf hochwertiger zertifizierter Stoffe und Zutaten aus Frankreich nur bei langjährigen Hersteller-Partnern von mittlerweile über 15 Jahren.

Was machst du? 

„Elegante Badeanzüge und stilvolle Bikinis für Frauen vom Bademodenlabel 1979 Swimwear aus Berlin. Hochwertig und nachhaltig gefertigt mit exzellenter Passform. Ganzjährig erhältlich in hoher Qualität und mit Liebe zum Detail. Kleine Auflagen, beständige Klassikermodelle und Nachhaltigkeit sind schon seit der Labelgündung in 2009 eine Selbstverständlichkeit. Online & in Kreuzberg. Go swimming in style! Entstanden ist das Label bei einem Auslandsjahr auf Hawaii eine kleine Weile lang war es das einzige Swimwearlabel Berlins.“

Was macht euch besonders?

„Besondere Modelle – Badeanzüg mit mehr Bein, hochtaillierte Bikinis oder figurformende Einteiler für Frauen mit langem Oberkörper. Auf Anfrage sind Anpassungen und Variationen der Modelle möglich und persönliche Beratung durch die Designerin.“

Was bedeutet faires Handeln für dich? 

„Recherche aller Geschäftspartner*innen unter den Aspekten der Verantwortung, Image, Geschäftsbeziehungen, öffentlicher Auftritt, Markenimage, Überprüfung der Fertigungsbedingungen und ggf. realistische Preisgestaltung inkl. ehrliches Fazit. Faire Konditionen bezüglich Order, Lieferung, Bestellung, Rückgaben, Zahlungsbedingungen. Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit bezüglich Kommunikation und Umgang. Transparenz und Offenheit.“

Worauf bist du besonders stolz?

„Berlin`s Modeszene war „arm aber sexy“ und Second Hand, Humana, recycelte Clubwear nahm Überhand. Später wurde der Markt überschwemmt mit Billigprodukten, Einkaufsmalls, E-Commerce und es kam die Coronazeit samt Lockdowns. Mehr als zwei Drittel meiner Kollegen haben aufgegeben- ein stückweit bin ich stolz mit 1979 SWIMWEAR durchgehalten zu haben bis hierhin.“

FairMaker Suzanna, von 1979 SWIMWEAR.

Faire Solarmodule, Mensen und Gemeinschaftsarbeit

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Beschaffung Bildungsarbeit Essen & Trinken

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Wo handelst du fair?

„Im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. In meiner Tätigkeit als Koordinatorin für Kommunale Entwicklungspolitik setze ich mich unter anderem dafür ein, faires Handeln des Bezirks anzustoßen. Und zwar indem ich Strategien für eine sozial verantwortliche Beschaffung entwickle und in die Praxis bringe.“

Was machst du?

„Im Bereich der Fairen Beschaffung recherchiere ich, welche vom Bezirk oder auch in Kooperation mit dem Land Berlin eingekauften Produkte ein hohes Risiko für die Verletzung von Menschenrechten in ihrer Lieferkette tragen. Das könnten zum Beispiel Produkte wie Natursteine, Lebensmittel im Schulessen, Textilien oder Solarzellen sein. Wenn diese Produkte in großem Stil eingekauft werden, dann sehe ich mir die Lieferkette und die Situation auf dem Markt genauer an. Ich überlege: welche Alternativen gibt es? Kann man das Produkt oder einen beinhalteten Rohstoff aus anderen, aus fairen Lieferketten beziehen? Und dann: wie ist das mit dem Vergaberecht vereinbar? Gemeinsam mit NGOs und Jurist*innen entwickle ich dann konkrete Ausschreibungsunterlagen, die zur Beschaffung des fraglichen Produkts genutzt werden können.“

„Darüber hinaus bieten wir verschiedenste Mitmachformate für Bürger*innen an. Zum Beispiel organisieren wir faire Frühstücke, bei denen wir uns mit Menschen über Lieferketten und Arbeitsrechte unterhalten. Gleichzeitig genießen wir in gemütlicher Atmosphäre faire Produkte. Oder wir nehmen die Bürger*innen mit auf eine Tour durch den Kiez und zeigen ihnen Unternehmen und Projekte, die nachhaltig handeln. Oder wir organisieren Kinoveranstaltungen zur globalen Textilindustrie oder anderen Themen mit Bezug zu Menschenrechten.“

Was bewirkst du damit?

„Im Bereich der Bildungsarbeit schaffe ich in erster Linie einen Ort für Austausch und Miteinander. Menschen bekommen die Gelegenheit genauer zu erfahren, wie der Bezirk sich engagiert und sie lernen darüber hinaus auch, wie sie sich selbst einbringen können.“

„Im Bereich der fairen Beschaffung bewirke ich, dass der öffentliche Einkauf sein ökonomisches Steuerungspotenzial entfalten kann. In ganz Berlin werden durch unser Wirken faire Produkte wie Reis und Bananen im Berliner Schulessen eingesetzt. In Berliner Schulen rollen faire Fußbälle, auf verschiedenen öffentlichen Plätzen liegen zertifizierte Natursteine. Und jetzt planen wir ein Projekt mit den Berliner Stadtwerken zur Beschaffung von Solarmodulen. Der verwendete Rohstoff wird aus Europa kommen, um Zwangsarbeit in der vorgelagerten Lieferkette auszuschließen.“

Was bedeutet faires Handeln für dich?

„Für mich ist faires Handeln in erster Linie ein rücksichtsvolles BE-Handeln und Achtsamkeit auf einer ganz individuellen Ebene. Das bedeutet einen bewussten Umgang mit Menschen um mich herum, aber durch meinen Konsum eben auch mit Menschen, die weit weg die Produkte herstellen, die ich gerne konsumiere. Und dieses Bewusstsein möchte ich durch meine Tätigkeit in einen größeren, sehr formalisierten Kontext tragen. Eine fair handelnde Bezirksverwaltung zum Beispiel würde die Energiewende nicht auf dem Rücken von Menschenrechten umsetzen.“

FairMaker Helena, aus dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. 

Kinoabende, Pilotprojekte und faire Beschaffung

Bezirksamt Mitte

Beschaffung Bildungsarbeit

Kinoabende, Pilotprojekte und faire Beschaffung

Wo handelst du fair?

„Als Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Bezirksamt Mitte bringe ich den fairen Handel immer wieder ins Verwaltungshandeln ein.“

Was machst du?

„Ich berate zu fairen Produkten, konzipiere Bildungs- und Informationsveranstaltungen und bin Kooperationspartnerin für interessierte Akteur*innen im Bezirk. Im Rahmen des Aktionsbündnisses Mitte fair & nachhaltig setze ich gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur*innen aus dem Bezirk Projekte und Aktionen um, die den fairen Handel und weitere Nachhaltigkeitsthemen im Bezirk sichtbar machen. Außerdem koordiniere ich die Fairtrade-Town-Kampagne: Mitte ist seit 2014 Fairtrade-Town und setzt sich damit besonders für den fairen Handel ein.“

Was macht dich besonders?

„Ich bringe fairen Handel dorthin, wo er selten mitgedacht wird: in die öffentliche Verwaltung. Als Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik übersetze ich globale Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 in konkretes Verwaltungshandeln vor Ort und hinterfrage dabei, welche Auswirkungen unser Handeln auf andere Weltregionen und Menschen hat. Dabei vernetze ich Politik, Zivilgesellschaft und lokale Akteur*innen im Bezirk Mitte – etwa im Aktionsbündnis Mitte fair & nachhaltig – und sorge so dafür, dass fairer Handel gelebte Praxis im Verwaltungsalltag wird.“

Was bedeutet faires Handeln für dich?

„Vor allem globale Gerechtigkeit: dass Menschen überall auf der Welt fair für ihre Arbeit entlohnt werden – unabhängig davon, wo sie leben. Gleichzeitig zeigt er mir, wie eng lokal und global miteinander verbunden sind: Eine Kaufentscheidung hier oder eine Verwaltungsentscheidung im Bezirk wirkt sich ganz konkret auf Menschen andernorts aus. Fairer Handel heißt für mich deshalb, diese Verbindung nicht zu übersehen, sondern bewusst mitzudenken also lokal handeln, global Verantwortung übernehmen.“

Wie setzt du das in der Praxis um?

„Wir bieten Fortbildungen für die Verwaltung an und setzen gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Mitte fair & nachhaltig Projekte um. Dazu gehören Veranstaltungen im Bezirk wie Kinoabende, Kiezfeste und Infostände ebenso wie internationale Fachaustausche, etwa mit unserer Partnerstadt Douala in Kamerun. Auch bei eigenen Beschaffungsentscheidungen setzen wir faire Kriterien praktisch um.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Wir sind stolz darauf, den Leitfaden für faire Beschaffung angestoßen zu haben und dass sich die Stärkung des fairen Handels in der Bezirksverwaltung mittlerweile etabliert hat. Erste kleine Pilotprojekte im Bereich der Beschaffung konnten wir bereits umsetzen. Besonders stolz sind wir zudem auf unser Bündnis aus engagierten bezirklichen Akteur*innen, die schon seit einigen Jahren mit uns zusammenarbeiten.“

FairMaker Julia, aus dem Bezirksamt Mitte. 

Wirtschaftsförderung, Faires Frühstück und stetige Strukturen

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Beschaffung Bildungsarbeit

Wirtschaftsförderung, Faires Frühstück und stetige Strukturen

Wo handelt ihr fair?

„Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.“

Was macht ihr?

„Als Fairtrade-Town setzt sich das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf gemeinsam mit Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, für die Förderung des fairen Handels auf kommunaler Ebene ein. Mit Projekten, Aktionen sowie durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wird der faire Handel sichtbar gemacht und das Bewusstsein hierfür gestärkt.“

Was macht euch besonders?

„Besonders macht uns unser langjähriges Engagement für den Fairen Handel. Bereits 2008 veröffentlichte das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf eine Fairtrade-Broschüre und setzte sich somit schon früh für nachhaltigen Konsum und globale Verantwortung ein. Seit 2018 ist der Bezirk Fairtrade-Town. Dieses Engagement wird stetig mit lokalen Akteurinnen und Akteuren fortgeführt. Ein wichtiger Meilenstein war die Neugründung der Fairtrade-Steuerungsgruppe in 2025, die den Fairen Handel im Bezirk weiter stärkt.“

Was bedeutet faires Handeln für euch?

„Faires Handeln bedeutet für uns, globale Verantwortung auf lokaler Ebene zu übernehmen. Dazu gehört, nachhaltigen Konsum in unserem Bezirk zu fördern und damit einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit sowie zu fairen Arbeits- und Lebensbedingungen weltweit zu leisten. Gleichzeitig unterstützt der Faire Handel den Klima- und Umweltschutz durch nachhaltige Produktionsweisen, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und umweltverträgliche Herstellungsverfahren. Fairer Handel steht für uns zudem für Transparenz, Partnerschaft und echte Wertschätzung.“

Wie setzt ihr das in der Praxis um?

„Seit 2018 ist der Bezirk Fairtrade-Town und wird alle zwei Jahre erfolgreich rezertifiziert. Der Faire Handel wird auf verschiedenen Ebenen praktisch umgesetzt. In der Bezirksverwaltung und der Bezirksverordnetenversammlung werden fair gehandelte Produkte genutzt sowie diverse Formate angeboten: Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung fand der 14. RegioTALK für kleine sowie mittlere Unternehmen statt. Mit der Domäne Dahlem gab es ein faires Kochevent und ein faires Frühstück. Zudem beteiligte sich der Bezirk mit dem Weltladen durch einen Gallery Walk an einem Fachtag zur nachhaltigen Ernährung.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Besonders stolz sind wir darauf, dass Fairer Handel in Steglitz-Zehlendorf kein kurzfristiges Projekt ist, sondern dauerhaft in der Bezirksarbeit verankert ist. Von ersten Aktivitäten 2008 über die Auszeichnung als Fairtrade-Town 2018 bis zu Rezertifizierungen zeigt sich der lange Bestand. Gleichzeitig entwickeln wir das Thema weiter und greifen es mit neuen Formaten sowie Kooperationen mit Partnern auf. Künftig stärken wir die Öffentlichkeitsarbeit über Social Media und planen einen Fairen Stadtplan für Steglitz-Zehlendorf, um faire Angebote im Bezirk noch sichtbarer zu machen.“

 

Solidarischer Kaffee und Bildung

FairBindung

Bildungsarbeit Essen & Trinken

Solidarischer Kaffee und Bildung

Wo handelt ihr fair?

„Von Berlin aus arbeiten wir mit einer Kooperative aus Guatemala. Wir verkaufen solidarisch angebauten biologischen Kaffee und geben Workshops.“

Was ist FairBindung?

FairBindung e.V. ist ein kleiner, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der seit 2009 basisdemokratisch und kollektiv organisiert arbeitet.
Die Gruppe versteht sich als Teil eines globalen Netzwerks für soziale und ökologische Gerechtigkeit sowie für die Rechte von Menschen und Natur.
Unter dem Leitbild „Bildung für das Leben“ schafft FairBindung Räume, in denen antikoloniale, migrantische und diasporische Perspektiven sichtbar werden und aktiv mitgestaltet. Mit dem Kaffeeprojekt „Café Vivero“ erprobt der Verein gemeinsam mit Partner*innen solidarische Wege des Wirtschaftens – und zeigt Alternativen zu bestehenden Strukturen und globalen Ungleichheiten auf.

Solidarischer Handel in der Praxis

Mit „Café Vivero“ verbindet FairBindung direkten Kaffeehandel mit einem klaren Anspruch: Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Die Partnerschaft mit der Kooperative in Guatemala ist langfristig angelegt und basiert auf Vertrauen, Austausch und gemeinsamen Entscheidungen. So entsteht ein Handel, der nicht nur auf Preise schaut, sondern auf Beziehungen.

FairMaker Melina und Luis von FairBindung e.V. 

Keramik und Textil aus Aleppo und Kabul

Gundara

Einkauf Handwerk

Keramik und Textil aus Aleppo und Kabul

Wo handelt ihr fair?

„Unser Laden Gundara befindet sich in der Schlesischen Str. 25 in Kreuzberg. Wir verkaufen fair gehandelte Produkte aus aller Welt. Angefangen hat es mit Ledertaschen aus Afghanistan und man kann bei uns schöne Geschenke, meist handgemacht und aus Naturmaterialien, finden.“

Was macht ihr?

„Wir sind Jean und Gunda Amat Amoros. Wir haben uns 2006 in Afghanistan kennengelernt und betreiben seit 2009 zusammen gundara.com. Wir vernetzen ProduzentInnen in aller Welt direkt mit KundInnen in Deutschland. Wir bieten Vieles von Aleppo-Seife, Bunzlauer Keramik, Schals und Decken aus Nepal und Pakistan, Babouche aus Marokko, Ledertaschen aus Afghanistan und Äthiopien, Tuareg-Schmuck aus Niger und vieles mehr.“

Was macht euch besonders?

„Wir kennen alle unsere ProduzentInnen persönlich und bauen langfristige Partnerschaften mit ihnen auf. Unsere Produkte sind handerlesen, handgemacht, aus Naturmaterialien und fair und dazu auch noch hübsch und funktional.“

Was bedeutet faires Handeln für euch?

„Dass möglichst viel des Profits direkt an die ProduzentInnen zurückgeht, aber auch, dass man Produkte kauft, weil sie schön und funktional sind und nicht aus Mitleid.“

Wie setzt ihr das in der Praxis um?

„Wir sind in direktem Kontakt mit unseren ProduzentInnen in Nepal, Sambia, Äthiopien, Polen, Niger, Pakistan, etc. und entwickeln in enger Partnerschaft unsere Produkte weiter.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Wir freuen uns, dass wir so z.B. auch ein positives Bild von Ländern wie Pakistan, Niger, Sambia, etc. zeichnen können und unsere KundInnen so durch ihren Kauf ein kleines Stück dazu beitragen können unsere Welt ein kleines bisschen besser zu machen.“

veganes Bio-Catering

Kernvoll

Essen & Trinken

veganes Bio-Catering

Wo handelt ihr fair?

„Wir sind ein rein veganes Bio-Catering mit einer regionalen, bzw. saisonalen Ausrichtung.“

Alles dreht sich um faire Arbeit. In der landwirtschaftlichen Produktion in den Herkunftsländern und auch in der Herstellung in Berlin. Das bringen wir alltäglich zusammen und können somit eine echte Alternative im Catering anbieten.

Welche Rolle spielt faires Wirtschaften bei Kernvoll?

„Wenn wir Bio-Produkte verwenden, die außerhalb der EU produziert werden, müssen sie aus fairem Handel und der Bio-Landwirtschaft stammen.“

„Die faire Arbeit in Berlin wird mit unserer gewerkschaftlicher Tarifbindung kollektivrechtlich garantiert – Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz. Unsere Rohprodukte aus der regionalen oder internationalen Landwirtschaft werden auf faire Arbeitsbedingungen geprüft und danach eingesetzt.“

FairMaker Christian, von Kernvoll

Nachhaltigkeit im Fußball

Polar Pinguin

Bildungsarbeit Sport

Nachhaltigkeit im Fußball

Welche fairen Produkte kommen bei euch zum Einsatz?

„Bei Heimspielen bieten wir bereits seit Anfang 2023 Mehrwegbecher im Polar-Design an, die zahlreich erworben und zu den Spieltagen mitgebracht werden, sodass weniger Plastikmüll entsteht. Wir haben außerdem den Fördertopf vom Landessportbund Berlin angezapft. Damit können fair gehandelte Sportartikel um 50 Prozent bezuschusst werden. Damit waren unsere neuen Fairtrade Bälle von Cawila deutlich günstiger als unsere vorherigen. Dazu kommt, dass sie auch bei den Spielenden gut ankommen!

Nun haben wir gemeinsam mit Raval Football eine eigene Trainings- und Trikotkollektion designed.“

Was waren die ersten Schritte?

„Wir haben uns Gedanken gemacht, welche Bereiche des Vereins sind uns in Bezug auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit am wichtigsten? Da sind wir mit als erstes auf die Ausrüstung gestoßen, weil wir erstens in dem Bereich einen großen Schritt in Richtung eines faireren Handels machen können. Zweitens aber auch Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit bei den Mitgliedern schaffen. Da sehe ich einen großen Hebel. Die Leute sind auf einmal interessiert. Was hat es mit diesen nachhaltigen Bällen auf sich? Woher kommt das fair produzierte Trikot? Dadurch beschäftigen sich Menschen plötzlich mit diesen Themen.

Was die soziale Nachhaltigkeit angeht sind wir ohnehin ein Verein, der einen hohen Anspruch an sich hat, über den Sport hinaus zu wirken. Durch die Fördermittel des LSB Berlin zur EURO konnten wir dann auch finanzielle Ressourcen bereitstellen, um beispielsweise unser Angebot „Fußball für alle“ zu stärken oder weitere Anti-Diskriminierungsworkshops im Verein durchzuführen. Somit konnten wir dann einige soziale und ökologische Projekte initiieren.“

FairMaker Saffa und Noah, von Polar Berlin.

handgemachte Kinderprodukte

Tulipas

Einkauf Handwerk

handgemachte Kinderprodukte

Wo handelst du fair? 

„In Berlin – auf Kunsthandwerksmärkten und in meinem Atelier, wo ich handgemachte Kinderprodukte und Geschenke fertige.“

Was machst du?

„Ich bin Giuliana von Tulipas Berlin und gestalte handgemachte Produkte und Geschenke für Kinder – in kleinen Mengen, mit viel Liebe zum Detail und nachhaltigen Materialien. Jedes Stück entsteht in Handarbeit in meinem Berliner Atelier. Zu finden bin ich auf Berliner Märkten, in meinem Onlineshop und auf Etsy. In meiner Arbeit verbinde ich Berliner Handwerk mit den Farben und Traditionen meiner peruanischen Wurzeln.“

Was macht Tulipas besonders?

„Bei mir ist alles echte Handarbeit – kein Fließband, sondern kleine Serien und Unikate. Ich verbinde zwei Welten: das kreative Berlin und das kunsthandwerkliche Erbe Perus. Als Teil von MigrArte Perú gehöre ich zu einem Netzwerk von Kunstschaffenden mit peruanischen Wurzeln, das faires, kreatives Arbeiten in Berlin sichtbar macht.“

Was bedeutet faires Handeln für dich?

„Fairer Handel heißt für mich: Die Menschen, die etwas mit ihren Händen schaffen, sollen dafür anerkannt und angemessen bezahlt werden. Es geht um Respekt, Transparenz und Würde – von den Materialien bis zum fertigen Produkt. Fair ist, wenn Handarbeit ihren wahren Wert bekommt und niemand am Anfang der Kette übersehen wird.“

Wie setzt du das in der Praxis um?

„Ich arbeite in kleinen Mengen, wähle Materialien bewusst aus und lege offen, wie und wo meine Produkte entstehen. Meine Preise spiegeln den echten Wert der Handarbeit wider. Außerdem unterstütze ich andere Kunsthandwerker:innen dabei, ihre Arbeit fair zu kalkulieren – mit einem kostenlosen Kalkulations-Tool und einem Leitfaden für kreative Selbstständige.“

Worauf bist ihr besonders stolz?

„Darauf, dass ich Tulipas Berlin seit 2017 Schritt für Schritt aufgebaut habe – als kleine Manufaktur, die zeigt, dass handgemacht und fair zusammengehören. Und darauf, dass ich mein Wissen weitergebe und andere Kunsthandwerker:innen ermutige, ihre Arbeit selbstbewusst und fair wertzuschätzen.“

FairMaker Giuliana, von Tulipas Berlin.

 

Faire Trikots für den Verein

TuS Neukölln

Sport

Faire Trikots für den Verein

Wo handelt ihr fair?

„In der Organisation von fairen Events und unseren neuen Trikots“

Ein Faires Trikot

Pünktlich zum Jubiläum hat der Verein ein neues Trikot herausgebracht, dieses ist Teil einer berlinweiten Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dem Landessportbund Berlin, Bündnisakteur Better Nice Cool und dem Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin. Es ist unter fairen Bedingungen in Portugal hergestellt worden, besteht aus recyceltem Polyester und fällt unter den Begriff der On-Demand-Produktion – es wurden exakt so viele Teile produziert, wie nötig. Im Vorfeld der Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen im September entsteht so ein sichtbares Zeichen für Fairen Handel und nachhaltige Sporttextilien in Berlin.

der Verein 

Der TuS-Neukölln1865 e.V. ist ein Sportverein im Süden Berlins. Zum Vereinsjubiläum gab es einen Informationsstand des Aktionsbündnis Fairen Handels, faires Catering vom Weltladen Sophiefair sowie eine Ladung fairen Kaffee.

FairMaker Johanna von TuS Neukölln 

Handgewebte Textilien mit Geschichte

Wambui Design

Einkauf Handwerk

Handgewebte Textilien mit Geschichte

Was ist Wambui Design?

Wambui Designs ist ein Berliner Designlabel, das traditionelles Handwerk und kulturelles Erbe in zeitgemäße Wohnaccessoires und Textilien übersetzt. Die Produkte verbinden historische Techniken, natürliche Materialien und modernes Design. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie traditionelle Handwerkskunst bewahrt und gleichzeitig für heutige Lebenswelten weiterentwickelt werden kann. Als Mitglied von Fair Band setzt Wambui Design auf faire und transparente Wertschöpfungsketten.

Slow Fashion

Alle Textilien werden auf traditionellen Webstühlen gefertigt. Vom Vorbereiten der Fäden bis zum Einrichten des Webstuhls erfolgen die Arbeitsschritte von Hand. Jedes Produkt entsteht mit großer Sorgfalt und ist Ausdruck handwerklicher Erfahrung, die über Generationen weitergegeben wurde. Wambui möchte mit der hochwertigen qualitativen Handarbeit ein Gegenstück zur Fast Fashion Bewegung bilden.

FairMaker Wambui, von Wambui Design

 

Besonderes zum Schenken, Naschen und Kochen!

Weltladen Zeichen der Zeit

Bildungsarbeit Einkauf Essen & Trinken Handwerk

Besonderes zum Schenken, Naschen und Kochen!

Wo handelt ihr fair?

„Unser Weltladen liegt am U-Bahnhof Eberswalder Straße, direkt hinter der Kulturbrauerei.“

Was macht ihr? Was bietet ihr an?

Zum Genießen und Schlemmen

● Kaffee von Frauenkooperativen
● mega scharfe Saucen aus Swaziland
● Feine Schokolade von fairafric, Zotter und Regenwaldladen

Schönes für dich und die Deinen
Suchst du ein Geschenk? Bei uns bist du richtig.

● vegane Bolo, Carbonara, Currys
● mafiafreie Lebensmittel aus Sizilien
● Mützen und Handschuhe aus Yakwolle
● originelle Weihnachtsdeko
● Taschen und Rucksäcke von TicketToTheMoon
● T-Shirts, Hoodies, Socken, underwear
● indische Notizbücher, Tüten, Geschenkpapier
● Kerzen aus Südafrika
● Seifen und Öle aus Amazonien“

Was bedeutet Faires Handeln für euch?

„Wir tun was gegen Fluchtursachen und Klimawandel. Wer in der Heimat sein Auskommen findet, muss nicht fliehen. Unsere Handelspartner sind Menschen, mit denen wir auf Augenhöhe Geschäfte machen.“

Wie setzt ihr das in die Praxis um?

„Das Leben der Menschen im globalen Süden wird besser, wenn wir ihre Produkte zu fairen, angemessenen Preisen kaufen. Dann bleibt auch Geld übrig für Schulbücher und Medikamente.
Wir halten Kontakt zu den Frauen und Männern, die die Dinge herstellen.  Zu den Familien, die die Rohstoffe anbauen. Auch in Krisensituationen wie Krieg, Erdbeben, Dürre und Überschwemmung.“

Worauf seid ihr besonders stolz?

„Bei uns bekommst du die beste Beratung. Wir kennen unser Sortiment gut und unterstützen dich optimal bei deinen Kauf-Entscheidungen.“

Headline Lebenswelt
oder Firmenname

Überschrift

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