Das Berliner FAIRgabe-Bündnis stellt neue Forderungen

Das Land Berlin trägt seit 2018 den Titel „Fair Trade Town“. Der Faire Handel muss deshalb in ganz Berlin, in der Verwaltung, aber auch in der Wirtschaftspolitik weiterhin gestärkt werden. Das Aktionsbündnis Fairer Handel sollte strukturell gefördert werden. Die Koalitionsverhandlungen sind in vollem Gange. Das FAIRgabe-Bündnis hat neue Forderungen aufgestellt.

  1. Die bestehende Wertgrenze von 10.000 Euro im BerlAVG sollte entfallen.
  2. Die Regierung sollte es sich zur Aufgabe machen, die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien für alle von der öffentlichen Hand und den landeseigenen Betriebe beschafften Produkte vorzuschreiben. Dafür sollte Berlin einen Aktionsplan für nachhaltige Beschaffung aufstellen.
  3. Für die großflächige Berücksichtigung ökologischer und sozialer Ziele in der Vergabepolitik soll die öffentlichen Hand durch eine größere Bündelung der Beschaffung und Vergaben gestärkt und genutzt werden. Um die öko-sozialen Anforderungen des BerlAVG umzusetzen, wird ein obligatorisches
    Schulungsangebot
    zur sozial verantwortlichen und umweltverträglichen Beschaffung von Verwaltungsmitarbeiterinnen eingerichtet.
  4. Zivilgesellschaftlichen und gemeinnützigen Organisationen, Vereinen und Verbänden sollten gezielt unterstützt werden, weil Ihnen eine entscheidende Rolle bei der nachhaltigen Gestaltung Berlins zukommt.

Das Berliner FAIRgabe-Bündnis besteht seit 2007 aus umwelt- und entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen sowie aus Gewerkschaften. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass Aufträge aus öffentlicher Hand unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und fairer Kriterien vergeben werden. Denn: Ob Güter, Dienstleistungen oder Bauaufträge – das Land Berlin gibt Jahr für Jahr gewaltige Summen aus. Das FAIRgabe-Bündnis macht Lobby-, Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit, um die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung an die Verantwortung der öffentlichen Hand zu erinnern.

Hier könnt ihr die Forderungen ausführlich nachlesen: