„Bleibt mutig und laut!“ – mit diesem Appell eröffnete Staatssekretär Michael Biel am 11. März die Vorstellung der Studie „Soziale Unternehmen in Berlin – Bestandsaufnahme, Bedarfs- und Potenzialanalyse“ im Impact Hub Berlin. Gemeinsam mit den Autor*innen präsentierte er eine Analyse, die den Sektor erstmals systematisch greifbar macht.
Vorstellung der Studie im Impact Hub Berlin
„Bleibt mutig und laut!“ – mit diesem Appell eröffnete Staatssekretär Michael Biel am 11. März die Vorstellung der Studie „Soziale Unternehmen in Berlin – Bestandsaufnahme, Bedarfs- und Potenzialanalyse“ im Impact Hub Berlin. Gemeinsam mit den Autor*innen präsentierte er eine Analyse, die den Sektor erstmals systematisch greifbar macht. Seine Botschaft an die anwesenden sozialen Unternehmen war klar: Jedes einzelne ist Teil der Transformation. Eine bessere Welt ist möglich.
Endlich Zahlen zu sozialen Unternehmen in Berlin
Die Studie liefert erstmals belastbare Zahlen zu einem Begriff, der bislang oft vage blieb. Rund 2.900 bis 3.350 soziale Unternehmen sind demnach in Berlin aktiv – mit Milliardenumsätzen und zehntausenden Arbeitsplätzen. Damit wird deutlich: Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften ist kein Randphänomen, sondern ein relevanter Teil der Berliner Wirtschaft.
Fair-Trade-Unternehmen sind Teil dieses Habitats
Auch Fair-Trade-Unternehmen gehören zu diesem Habitat. Sie gelten als traditionsreich, wertebasiert und durch klare Standards geprägt. Ihr Ziel: gerechtere Handelsbeziehungen und existenzsichernde Einkommen für Produzent*innen im Globalen Süden – durch faire Preise, langfristige Partnerschaften und transparente Lieferketten.
Warum Fair Trade wirtschaftspolitisch oft unterschätzt wird
Ein spannender Befund der Studie: Fair-Trade-Unternehmen werden häufig eher im Kontext von Entwicklungszusammenarbeit gesehen als als Teil regionaler Wirtschaftspolitik. Ihre Wirkung entfaltet sich im Globalen Süden – doch ihre wirtschaftliche Aktivität findet auch hier statt: als Importeurinnen, Händlerinnen, Röstereien, Marken oder Weltläden. Damit sind sie ebenso Teil der Berliner Wirtschaft.
Zu den größten Herausforderungen zählt die Studie fehlende Sichtbarkeit, schwierigen Marktzugang und unpassende Förderlogiken. Empfohlen werden mehr Vernetzung, bessere Rahmenbedingungen und stärkere Sichtbarkeit gemeinwohlorientierter Geschäftsmodelle. Vieles davon berührt direkt die Arbeit des Aktionsbündnisses Fairer Handel Berlin: faire Unternehmen sichtbar machen, ihre wirtschaftliche Rolle in Berlin stärken und den Austausch zwischen Wirtschaft, Stadtgesellschaft und Verwaltung fördern. Denn Transformation beginnt oft dort, wo Unternehmen zeigen, dass Wirtschaft auch anders funktionieren kann.
Die umfangreiche Studie kannst du dir hier herunterladen.