Viele Menschen in den Ländern des globalen Südens verdienen mit ihrer Arbeit nicht genug, um davon leben zu können. Unter ungerechten Welthandelsstrukturen erwirtschaften sie oft zu wenig für eine menschenwürdige Existenz. Der Faire Handel will das ändern. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, ist das Ziel des Fairen Handels.

Das Grundprinzip ist, den Erzeugerinnen und Erzeugern für die gehandelten Produkte einen bestimmten Mindestpreis zu bezahlen. Damit soll ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Auch wird angestrebt, langfristige partnerschaftliche Beziehungen zwischen Händlern und Erzeugern aufzubauen. In der Produktion sollen bestimmte Sozialstandards und ökologische Mindeststandards eingehalten werden. Der Schwerpunkt liegt bisher auf Waren aus Landwirtschaft und Handwerk, die aus dem Süden in Industrieländer exportiert werden.