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Berliner Wirtschaft auf faireren Kurs bringen

Berlin ist Wirtschaftsmetropole, Kiezökonomie und Weltstadt zugleich. Genau hier entscheidet sich täglich, wie wir einkaufen, herstellen, verkaufen und beschaffen – und ob Wertschöpfung fairer wird. Der Arbeitsbereich Faires Wirtschaften stärkt Unternehmen, die faire Handelspraxis entlang der Wertschöpfungskette stärken wollen – im Alltag, nicht nur auf dem Papier.
Unser Ziel ist kein „perfektes“ Unternehmen, sondern ein stabiles Berliner Netzwerk, das Kooperation ermöglicht, Resilienz stärkt und faire Praxis langfristig im Wirtschaftsalltag verankert – Kooperation statt Konkurrenz als Leitprinzip.

 

Zeichnung eines Bootes mit Menschen und einer Flagge

Vom Ursprung bis Berlin: fair

Berlins Wirtschaft ist so vielfältig und bunt wie die Stadt selbst: vom Späti und Kiezcafé über Manufakturen und Mittelstand bis zu Hotellerie, Handel, Verarbeitung, Tourismus und sozialen Unternehmen. In all diesen Bereichen entstehen Entscheidungen, die globale Lieferketten prägen. Wir richten uns an Akteur:innen, die fairen Handel stärken – oder den nächsten Schritt dorthin gehen wollen.

Leistest auch du mit deiner Arbeit einen Beitrag in der Wertschöpfungskette, der Handel ein Stück fairer machen kann? Melde dich bei uns – wir finden den passenden Einstieg und die richtigen Kontakte.

Wen wir in Berlins Wirtschaft ansprechen

Hier findest du die Zielgruppen, mit denen wir im Fachbereich „Faires Wirtschaften“ zusammenarbeiten – vom Kern der wirtschaftlichen Bündnisakteur:innen über Fair-Trade-Unternehmen bis zu Betrieben, die sich auf den Weg machen. Gemeinsam bilden sie das Berliner Umfeld fairer und verantwortungsvoller Wirtschaftspraxis entlang der Wertschöpfungskette.

Fair-Trade-Unternehmen verfolgen das Ziel, globale Handelsbeziehungen gerechter zu gestalten und Produzent*innen im Globalen Süden zu stärken. Der Faire Handel hat in Deutschland eine lange Tradition seit den frühen 1970er Jahren und ist historisch eng mit dem entwicklungspolitischen Umfeld verbunden. Inhaltlich zentral sind existenzsichernde Einkommen, transparente Handelsbeziehungen, langfristige Partnerschaften, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, der Schutz kultureller Identität sowie ökologische Kriterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der Begriff „Fair Trade“ ist dabei nicht an eine einzelne Organisation gebunden, sondern bezeichnet einen überwiegend zivilgesellschaftlich getragenen Ansatz des alternativen Wirtschaftens, der soziale Gerechtigkeit, faire Preise und ökologische Verantwortung entlang internationaler Lieferketten in den Mittelpunkt stellt. Für die praktische Umsetzung existieren zwei etablierte Strukturen: das WFTO Guarantee System, das Unternehmen ganzheitlich bewertet und die Einhaltung der zehn Fair-Trade-Prinzipien im gesamten Organisations- und Geschäftsmodell prüft (inkl. sozialer, ökologischer und Governance-Kriterien), sowie die produktbezogene Zertifizierung durch Fairtrade International (FLO), die sich auf einzelne Produkte bzw. Lieferkettenabschnitte bezieht. Ergänzend prägen weitere Fachorganisationen und Intermediäre den Fairen Handel durch Bildungsarbeit, politische Interessenvertretung und Netzwerkaktivitäten.
Fair-Trade-Unternehmen sind wirtschaftlich aktive Akteure: Sie arbeiten in internationalen Lieferketten und setzen faire, transparente und partnerschaftliche Handelspraxis konkret um – auch hier in Berlin.

In Berlin gibt es ein breites Umfeld von Akteur:innen, die soziale und ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Praxis verbinden – nicht alle nennen sich „soziales Unternehmen“, viele gehören aber faktisch in dieses Habitat. Beispiele sind sozial-solidarische Unternehmen, Social Businesses, Gemeinwohl-Unternehmen, Circular Businesses und Inklusionsunternehmen. Fair-Trade-Unternehmen sind Teil dieses vielfältigen Habitats. Für uns ist dieses Umfeld relevant, weil es wichtige Schnittstellen, Kooperationsräume und Innovationsimpulse schafft – und fairer Handel in Berlin dadurch stärker, anschlussfähiger und zukunftsfähiger wird.

Berliner Betriebe, die (noch) nicht als Fair-Trade-Unternehmen aufgestellt sind, aber faire Beschaffung und faire Produkte Schritt für Schritt integrieren möchten. Oft gibt es bereits erste faire Produkte im Sortiment, einzelne Lieferantenkontakte oder Pilotlösungen – gleichzeitig fehlt im Tagesgeschäft häufig die Zeit für Recherche und Umstellung. Typisch sind Fragen nach glaubwürdigen Bezugsquellen, praktikablen nächsten Schritten und nach einer Kommunikation, die fair ist, ohne nach Greenwashing zu wirken. Die Zielgruppe reicht vom Handel über Verarbeiter und Manufakturen bis zu Gastronomie, Hotellerie und Tourismusakteuren, die fairen Handel im eigenen Betrieb alltagstauglich verankern wollen.

Unternehmer:innen und Betriebe, deren wirtschaftliche Praxis häufig eng mit Herkunftsregionen, transnationalen Beziehungen und internationalen Lieferketten verbunden ist – etwa durch Familiennetzwerke, Handelsbeziehungen oder Community-Märkte. Viele verfügen über wertvolle Zugänge, Erfahrung und kulturelle Kompetenz, sind im Berliner Wirtschafts- und Förderkontext jedoch oft unterrepräsentiert. Diese Zielgruppe prägt die Vielfalt der Berliner Wirtschaft und ist ein wichtiger Teil einer zukunftsfähigen, resilienten Fair-Handels-Praxis in der Stadt.

Akteur:innen, die viele Betriebe erreichen und Themen in Branchen und Stadtöffentlichkeit tragen. Dazu zählen wirtschaftsnahe Verbände, Kammern, Branchenvertretungen, Standort- und Tourismusakteure sowie relevante Netzwerke. Sie prägen Debatten, bündeln Interessen und sind wichtige Schnittstellen, um fairen Handel als Wirtschaftsthema in Berlin breiter zu verankern.

Vom Gespräch zur Zusammenarbeit

Wir stärken fairen Handel als zeitgemäße Wirtschaftspraxis in Berlin – damit Berlin gerechter, solidarischer und zukunftsfähiger wirtschaftet. Unser Kernangebot richtet sich an unsere Bündnisakteur*innen aus der Wirtschaft: Wir bringen Menschen an einen Tisch, schaffen Austausch, gemeinsames Lernen und konkrete Zusammenarbeit – Kooperation statt Konkurrenz. Weitere Fair-Trade-Unternehmen können Teil dieses Netzwerks werden. Und Unternehmen im Umstieg holen wir dort ab, wo sie stehen – damit faire Schritte im Betriebsalltag realistisch und machbar werden.

© Marlene Fulde
Wie Berliner Akteur*innen faires Wirtschaften umsetzen
Berlin: Fair Enough?
Wie fair ist Berlin wirklich? Diese Frage stand im Zentrum unserer Fachkonferenz, die in Kooperation mit der Kompetenzstelle Faire Beschaffung Berlin umgesetzt wurde. Am 20.11. kamen über 60 Teilnehmende aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Berlin Global Village zusammen für eine kritische Bestandsaufnahme rund um die faire Beschaffung und den Fairen Handel in der Hauptstadt.
3. Dezember 2025
Gemeinschaftsauftritt auf dem Bazaar Berlin 2025
Vom 6. – 10. November möchten wir in der Themenwelt „Fair & Social“ im Palais am Funkturm insbesondere die Vielfalt des Berliner Fairen Handels zeigen und Bündnisakteur:innen die Gelegenheit geben, sich und ihre Arbeit dort zu präsentieren – sei es in Form von Bildungs- und Informationsangeboten oder erstmals auch über Produktverkauf.
26. November 2025
Zehn faire Geschenkideen aus Berlin – Faire Weihnachten in der Markthalle Neun und online
Pressemitteilung- Berlin, 25.11.2025 Fair schenken in Berlin! An drei Adventssonntagen zeigt das Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin in der Markthalle Neun die fairsten Geschenkideen – zum Entdecken, Probieren und bewusst Freude machen.
25. November 2025
Faire Weihnachten
Wir haben die zehn fairsten Weihnachtsgeschenke aus Berlin für dich ausgewählt: handverlesen, wunderschön, wirkungsorientiert und voller Geschichten von Mut, Handwerk und globaler Verantwortung. Entdecke Produkte, die nicht nur Freude bereiten, sondern auch Perspektiven schaffen.
21. November 2025
Lieferkettengesetz schützen – Jetzt Petition unterschreiben!
Merz stellt zentrale Errungenschaften im Menschenrechts- und Umweltschutz infrage. Bei seinem Antrittsbesuch in Brüssel sprach sich der Kanzler für die Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes und eine Rücknahme der EU-Lieferkettenrichtlinie aus. Appelliere an den Bundeskanzler, das Lieferkettengesetz nicht zu verwässern.
16. Mai 2025
Was bedeutet faires Wirtschaften für CHARLE?
CHARLE entwickelt und produziert kreislauffähige Schmalgewebe, wie elastische Bänder, aus Naturmaterialien, die überwiegend in Kleidung eingesetzt aber auch im Produktdesign verarbeitet werden. Wir haben mit Gründerin Mandy über ihr Konzept vom Fairen Wirtschaften gesprochen.
19. Juni 2024

Unternehmen im Bereich faires Wirtschaften

Baazar Berlin – Messe Berlin
Verbraucher:innenmesse mit einer Halle im Segment „fair&social“
caventura
Nachhaltiger Speciality Coffee
CHARLE – premium habdersdashery
ökologisches Bio Gummiband aus Naturkautschuk und Bio Baumwolle
Conflictfood
So schmeckt Frieden
ETHIQUABLE Deutschland eg
Importeur
FairAway
fairer Reiseveranstalter
gebana
Weltweit ab Hof
Gundara
fair & schön
Kaffe Kooperative
Fairer Kaffee aus Ostafrika.
Karma Kollektiv
Bio-Tee, Kaffee & Gewürze im Mehrwegglas. Fair gehandelt und CO2-kompensiert
Kernvoll
bio-fairer, veganer Cateringanbieter
Lasalina
Nachhaltige Mode
Oronda
Fair Trade Goldschmiede
Raval Football
Individuelle Trikots und Teamwear
Reset Sports
Nachhaltige Sportswear
supermarché – ökofaire Mode
Fair Fashion Store in Berlin Kreuzberg
Weltladen A Janela
Weltladen in Wilmersdorf
Weltladen Baumschulenweg – Treptow
Weltladen in Treptow
Weltladen in der Emmaus-Kirche – Kreuzberg
Weltladen in Kreuzberg
Weltladen Friedrichshagen – Die Zwickmühle
Weltladen in Friedrichshagen
Weltladen Köpenick
Weltladen in Köpenick
Weltladen Pankow eG
Weltladen in Pankow
Weltladen Spandau
Weltladen in Spandau
Weltladen Sophiefair Mitte eG
Weltladen in Mitte
Weltladen Zeichen der Zeit
Weltladen im Prenzlauer Berg
Eine-Welt-Laden Paulus Kirchengemeinde – Zehlendorf
Weltladen in Zehlendorf
Wambui Designs
Innovatives Design für traditionelle Produkte
Im Porträt

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Caventura

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Gebana

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Röstwerk Berlin
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Gernot Würtenberger
Referent faires Wirtschaften
Der faire Stadtplan