Weltläden in Berlin: Orte des Fairen Handels
Wer Fairen Handel kennenlernen möchte, kann in Berlin einfach in den nächsten Weltladen gehen. Dort stehen Kaffee, Schokolade, Gewürze, Textilien und Kunsthandwerk im Regal – und hinter jedem Produkt steckt eine Handelsbeziehung.
Weltläden sind Fachgeschäfte des Fairen Handels. Ihr Anspruch geht über den Verkauf hinaus: Sie informieren darüber, woher Produkte kommen, unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden und wie gerechtere Handelsbeziehungen funktionieren können. Viele Weltläden verbinden deshalb Handel mit Bildungsarbeit und gesellschaftlichem Engagement.
Zehn Weltläden in Berlin
In Berlin gibt es zehn Weltläden – verteilt über verschiedene Bezirke und Kieze. Getragen werden sie von Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich für den Fairen Handel engagieren, Kund*innen beraten, Veranstaltungen organisieren und globale Handelsfragen in ihrem direkten Umfeld sichtbar machen.
Für das Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin sind sie ganz besondere Partner: Alle zehn Berliner Weltläden gehören zu den Bündnisakteuren der ersten Stunde. Sie bringen langjährige Erfahrung, Wissen über Produkte und Lieferketten und vor allem viele engagierte Menschen in unser gemeinsames Netzwerk ein.
Mehr als ein Laden
Wer einen Weltladen betritt, findet nicht einfach ein Sortiment fair gehandelter Produkte. Fairer Handel stellt Fragen an die Art, wie Handel organisiert ist: Wer bestimmt die Preise? Wie langfristig sind Handelsbeziehungen? Unter welchen Bedingungen wird produziert? Und welcher Anteil der Wertschöpfung bleibt bei den Produzent*innen?
Weltläden machen solche Fragen im Alltag greifbar. Sie bringen Produkte aus unterschiedlichen Regionen der Welt nach Berlin und können gleichzeitig vermitteln, wer sie hergestellt hat, woher ihre Rohstoffe stammen und welche Handelsbeziehungen dahinterstehen.
Vom Kaffee bis zum Kunsthandwerk
Kaffee und Schokolade gehören zu den bekanntesten Produkten des Fairen Handels. Das Sortiment der Weltläden zeigt aber, wie viel größer seine Bandbreite ist: Lebensmittel stehen neben Schmuck, Textilien, Wohnaccessoires und handwerklich gefertigten Produkten.
Damit werden auch ganz unterschiedliche Formen des Fairen Handels sichtbar – von der Zusammenarbeit mit bäuerlichen Kooperativen über langfristige Rohstoffbeziehungen bis zum Handel mit Kunsthandwerker*innen.
Fairer Handel braucht Orte
Online können wir heute fast alles bestellen. Trotzdem haben Weltläden eine besondere Funktion: Sie geben dem Fairen Handel einen Ort in der Stadt. Einen Ort, an dem Produkte nicht losgelöst von ihrer Herkunft verkauft werden, an dem Fragen gestellt werden können und an dem Menschen zusammenkommen, die sich für gerechtere Handelsbeziehungen engagieren.
Für den Fairen Handel in Berlin sind diese Orte deshalb wichtig – und für unser Bündnis ebenso. Die Berliner Weltläden zeigen seit vielen Jahren ganz praktisch, wie Fairer Handel mitten im Kiez sichtbar und erlebbar werden kann.
Die 10 Berliner Weltläden
Danziger Str. 10, 10435 Berlin
Mo–Fr 11–20 Uhr (Jan, Feb, Sep, Okt bis 19 Uhr), Sa 10–18 Uhr
Emser Straße 45, 10719 Berlin
Mo–Fr 14–18 Uhr, Sa 11–13 Uhr
Kirchstr. 6, 14163 Berlin
Di 14–16 Uhr, Do 16–18 Uhr, Sa 11–13 Uhr, So vor und nach dem Gottesdienst
Lausitzer Platz 8a, 10997 Berlin
Mo–Fr 15–18 Uhr
Baumschulenstraße 83, 12437 Berlin
Mo, Mi, Fr 10–13 Uhr, Di 15–18 Uhr
Bahnhofstraße 9, 12555 Berlin
Mo–Fr 11–18 Uhr, 1. Samstag im Monat 11–14 Uhr
Bölschestraße 135, 12587 Berlin
Di–Fr 11–18:30 Uhr, Sa 11–14 Uhr
Breite Straße 39b, 13187 Berlin
Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa 10–14 Uhr
Große Hamburger Str. 29, 10115 Berlin
Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa 12–19 Uhr
Reformationsplatz 7, 13597 Berlin
Mi 10–18 Uhr, Sa 11–14 Uhr
