Caventura: Specialty Coffee aus Berlin
Hochwertiger Kaffee, direkte Handelsbeziehungen und ein klarer Fokus auf die Menschen im Ursprung: Caventura ist ein Berliner Specialty-Coffee-Unternehmen, das mit Produzent*innen in Lateinamerika zusammenarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sierra Nevada de Santa Marta im Norden Kolumbiens.
Die dort angebauten Kaffees werden direkt von Produzent*innen und Kooperativen bezogen und anschließend in der hauseigenen Rösterei in Berlin geröstet. Caventura verbindet dabei den Qualitätsanspruch von Specialty Coffee mit Fair-Handels-Prinzipien: Die Kaffees sind Fairtrade-lizenziert, ein großer Teil zusätzlich bio-zertifiziert.
Mit direktem Bezug zum Ursprung
Caventura ist aus persönlichen Begegnungen in den Kaffeeregionen Südamerikas entstanden. Bis heute bilden direkte und langfristige Beziehungen zu den Produzent*innen einen zentralen Teil des Geschäftsmodells.
In der Sierra Nevada arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Mildred Niebles zusammen. Ihre Kaffees gehören zum hochwertigen Specialty-Coffee-Sortiment von Caventura. Die Qualität wird vor dem Einkauf professionell bewertet: Caventura kauft nach eigenen Angaben ausschließlich Kaffees mit mindestens 84 Punkten auf der Skala der Specialty Coffee Association.
Damit verbindet das Unternehmen zwei Bereiche, die im Kaffeemarkt nicht immer zusammengedacht werden: hohe sensorische Qualität und faire Handelsbedingungen.
Langfristiger Handel statt wechselnder Lieferant*innen
Die Zusammenarbeit endet für Caventura nicht mit dem Einkauf einer einzelnen Ernte. Das Unternehmen setzt bewusst auf langfristige Beziehungen und arbeitet über mehrere Jahre mit denselben Produzent*innen zusammen.
Ein Beispiel ist der kolumbianische Kleinbauer Jaime García. Im Rahmen des Projekts „Empoderamiento“ verpflichtet sich Caventura seit 2020, seine gesamte Kaffeeernte abzunehmen. Das schafft einen verlässlichen Absatz und mehr Planungssicherheit. Gleichzeitig kann sich Jaime stärker auf die Qualität und Weiterentwicklung seines Kaffees konzentrieren.
Auch bei den Einkaufspreisen geht Caventura über die Anforderungen der Fairtrade-Zertifizierung hinaus. Fairtrade versteht das Unternehmen als wichtigen Mindeststandard. Nach eigenen Angaben zahlt Caventura für seine Kaffees deutlich mehr als den Fairtrade-Mindestpreis.
Bio, Fairtrade und geröstet in Berlin
Ein großer Teil der angebotenen Kaffees ist zusätzlich bio-zertifiziert. Dabei umfasst die Zertifizierung nicht nur den Anbau im Ursprungsland, sondern auch die weitere Verarbeitung in Deutschland.
Geröstet wird in der hauseigenen Rösterei in Berlin. Von hier aus beliefert Caventura sowohl Privatkun*innen als auch Cafés, Gastronomie, Büros und andere Geschäftskund*innen.
Dabei beschäftigt sich das Unternehmen auch mit den ökologischen Auswirkungen seiner Lieferkette – von Anbau und Aufbereitung über Transport und Röstung bis zur Verpackung. Geschäftskund*innen werden beispielsweise auch in Mehrwegbehältern beliefert.
Mehr von der Kaffeepflanze nutzen
Dass Kaffee weit mehr ist als die geröstete Bohne, zeigt Caventura mit zwei eher ungewöhnlichen Produkten: Cascara aus der getrockneten Kaffeekirsche und Tee aus Kaffeeblüten.
Werden auch diese Teile der Pflanze geerntet und vermarktet, können für Produzent*innen zusätzliche Einkommensmöglichkeiten entstehen. Gleichzeitig erweitert Caventura damit hier in Berlin das Geschmacksspektrum rund um Kaffee und macht sichtbar, welche weitere Wertschöpfung bereits im Ursprung möglich ist.
Kaffee-Expertise im Aktionsbündnis
Als Bündnisakteur bringt Caventura praktische Erfahrung aus Specialty Coffee, direktem Kaffeehandel, Fairtrade- und Bio-Zertifizierung sowie dem Berliner Gastronomie- und B2B-Markt in das Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin ein.
Besonders spannend ist dabei der Blick auf die gesamte Handelsbeziehung: vom Anbau in der Sierra Nevada über langfristige Partnerschaften und faire Einkaufspreise bis zur Röstung und Vermarktung in Berlin.
So zeigt Caventura, wie sich Specialty Coffee und Fairer Handel miteinander verbinden lassen – mit Qualität in der Tasse und einem klaren Blick auf die Menschen, die den Kaffee anbauen.
