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ORONDA: Gold mit Herkunft

Ein Ring begleitet oft einen besonderen Moment im Leben. Über Form, Oberfläche und Edelstein wird lange nachgedacht. Doch woher das Gold stammt und unter welchen Bedingungen es gewonnen wurde, bleibt häufig unsichtbar.
Die Berliner Goldschmiede ORONDA setzt genau dort an. Sie verarbeitet unter anderem Fairtrade- und Fairmined-Gold und macht damit einen Bereich des Fairen Handels sichtbar, den viele zunächst nicht mit ihm verbinden: den Kleinbergbau.

(c)Oronda
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Am Anfang steht die Mine

Gold legt einen langen Weg zurück, bevor daraus ein Schmuckstück wird. Am Anfang stehen Menschen, die das Edelmetall abbauen. Gerade im Kleinbergbau spielen Arbeitsbedingungen, Sicherheit und der Umgang mit der Umwelt eine wichtige Rolle.
Fairtrade und Fairmined setzen bereits an diesem Anfang der Lieferkette an. Zertifizierte Minenorganisationen müssen soziale, wirtschaftliche und ökologische Standards erfüllen. Bei Fairtrade-Gold erhalten sie zusätzlich zum Verkaufspreis eine Fairtrade-Prämie, über deren Verwendung gemeinschaftlich entschieden wird.
Für ORONDA ist dabei auch die Rückverfolgbarkeit wichtig: Das verwendete zertifizierte Gold ist physisch rückverfolgbar und seine Herkunft kann offengelegt werden.

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Handwerk aus Schöneberg

Gegründet wurde ORONDA 2011 von Goldschmiedin und Gemmologin Stefanie Holtz. Heute führt sie den Familienbetrieb gemeinsam mit Jürgen Krause in Berlin-Schöneberg. ORONDA ist die erste Fairtrade-zertifizierte und Fairmined-lizenzierte Goldschmiede Berlins und gehört zu den ersten Fairtrade-zertifizierten Goldschmieden Deutschlands.
In der Werkstatt entstehen individuelle Trau- und Verlobungsringe sowie andere Schmuckstücke in Handarbeit. Neben Fairtrade- und Fairmined-Gold arbeitet ORONDA auch mit Recyclinggold und -silber, Altgold und Öko-Flussgold. Auch bei Diamanten und Edelsteinen beschäftigt sich die Goldschmiede intensiv mit Herkunft und Alternativen – etwa mit Lab-Grown-Diamanten aus Deutschland oder australischen Diamanten mit Herkunftsnachweis.

Fairer Handel kann auch Gold

Kaffee, Kakao oder Bananen sind die wohl bekanntesten Produkte des Fairen Handels. Doch Fragen nach Herkunft, Arbeitsbedingungen und Wertschöpfung stellen sich genauso bei Gold und anderen Edelmetallen.
Bei ORONDA treffen globale Lieferketten und lokales Handwerk unmittelbar aufeinander: Am Anfang steht der Abbau des Rohstoffs, am Ende entsteht daraus an der Werkbank in Schöneberg ein individuelles Schmuckstück.
Das zeigt auch, warum es sich lohnt, beim Fairen Handel den Blick über die klassischen Produktgruppen hinaus zu richten.

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Transparenz bis ins Detail

ORONDA macht dabei auch Unterschiede sichtbar, die beim fertigen Schmuck kaum zu erkennen sind. So weist die Goldschmiede beispielsweise darauf hin, dass sich die Bezeichnungen Fairtrade oder Fairmined bei einer Goldlegierung auf deren Feingoldanteil beziehen – nicht automatisch auf sämtliche weiteren Metalle der Legierung.
Gleichzeitig muss ein neues Schmuckstück nicht immer mit neu gewonnenem Gold beginnen. ORONDA arbeitet vorhandenen Schmuck um, recycelt Edelmetalle und fasst beispielsweise alte Edelsteine neu. So gehören auch Wiederverwendung und Kreisläufe zum Goldschmiedehandwerk.

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Teil des Fairen Berlins

ORONDA beschäftigt sich schon lange nicht nur in der eigenen Werkstatt mit diesen Fragen. Stefanie Holtz engagiert sich in Netzwerken für nachhaltiges Goldschmiedehandwerk und war auch an der Entstehung des Aktionsbündnisses Fairer Handel Berlin beteiligt. ORONDA begleitet das Aktionsbündnis bereits seit vielen Jahren als Bündnisakteur.
Damit bringt ORONDA eine wichtige Perspektive in unser Netzwerk: Fairer Handel findet nicht nur im Weltladen, im Supermarkt oder im Café statt. Er findet auch im Handwerk statt – und beginnt lange bevor wir das fertige Produkt in den Händen halten.

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