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Supermarché: Faire Mode mitten in Kreuzberg

Faire Jeans, Bio-Shirts, vegane Schuhe, recycelte Strumpfhosen – und dazu jede Menge Wissen darüber, wer Kleidung wie und unter welchen Bedingungen herstellt: Supermarché in Kreuzberg gehört zu den Berliner Adressen, an denen Fairer Handel im Alltag konkret wird.Auf rund 100 Quadratmetern in der Wiener Straße bietet der Fair Fashion Store Kleidung, Schuhe und Accessoires von rund 50 Marken an. Dabei geht es nicht darum, konventionelle Mode um ein paar „nachhaltigere“ Produkte zu ergänzen – das Sortiment ist konsequent auf Marken ausgerichtet, die soziale und ökologische Kriterien entlang ihrer Lieferketten berücksichtigen. Viele Produkte sind nach GOTS, Fairtrade oder GRS zertifiziert, Mitglied der Fair Wear Foundation oder weisen ihre Produktionsbedingungen anderweitig transparent nach. Gerade bei kleineren Marken schaut das Team genau hin: Woher kommen die Materialien, wo wird genäht, unter welchen Bedingungen wird produziert – und wie nachvollziehbar ist die Lieferkette?

(c)Supermarche
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Fairer Handel zum Anziehen

Damit bringt Supermarché eine Perspektive in den Fairen Handel ein, die im Alltag noch längst nicht selbstverständlich ist. Denn bei fair gehandelten Produkten denken viele zuerst an Kaffee, Schokolade oder Bananen. Doch auch Baumwolle, Kleidung und Schuhe haben lange globale Lieferketten – vom Anbau der Rohstoffe über Spinnereien und Färbereien bis zu Nähereien und schließlich zum Verkauf.
Supermarché beschäftigt sich seit vielen Jahren genau mit diesen Zusammenhängen. Im Laden finden sich unter anderem Textilien aus zertifizierter Bio-Baumwolle, Hanf und Leinen sowie Produkte aus recycelter Baumwolle, Wolle, Nylon oder Polyester.
Besonders wichtig sind dem Team langlebige Basics: Unterwäsche, Socken, T-Shirts, Hoodies oder Jeans – also Kleidungsstücke, die möglichst selbstverständlich Teil eines faireren Alltags werden können.

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Vom Baumwollfeld bis zum Siebdruck in Berlin

Wie eine solche Lieferkette aussehen kann, zeigt auch das eigene Label Hirschkind. Dafür entwickelt Supermarché eigene Textilien und bedruckt sie in Berlin von Hand.
Zum Sortiment gehören beispielsweise Küchentücher, Schürzen, Bettwäsche und Shirts aus zertifizierter Bio-Baumwolle. Die Baumwolle stammt unter anderem aus kleinbäuerlichem Anbau in Ländern wie Uganda oder Kirgistan. Gestaltung und Druck finden anschließend in Deutschland statt.
Auf den Textilien begegnen einem dann Berliner Motive ebenso wie Pflanzen und Tiere: Fernsehturm und Weltzeituhr, Neuköllner Pusteblumen oder Punk-Rock-Hasen.
Damit wird sehr anschaulich, wie sich globale Rohstoff- und Produktionsketten mit lokaler Gestaltung und Wertschöpfung verbinden lassen.

Ein Laden als Ort für Fair Fashion

Supermarché versteht sich dabei nicht nur als Verkaufsort. Im Kreuzberger Laden werden regelmäßig Fragen rund um Modeproduktion, Konsum und globale Lieferketten aufgegriffen.
Auch Kreislaufwirtschaft spielt eine Rolle: Kund*innen können beispielsweise ausgewählte alte Textilien aus Wolle, Kaschmir oder Nylon zurückbringen, aus denen Partnerunternehmen neue Kleidungsstücke herstellen.
Und selbst bei der Präsentation der Mode geht Supermarché eigene Wege. Unter dem Motto „Andere haben Models – wir haben Nachbar*innen“ stehen Menschen aus dem Kiez vor der Kamera: Gewerbetreibende, Aktivistinnen, Handwerkerinnen und Nachbar*innen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Körpern und Stilen. Die Bilder werden anschließend im Onlineshop eingesetzt.
So verbindet Supermarché Fairen Handel mit Fragen von Teilhabe, Diversität und einem starken Bezug zum eigenen Kiez.

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Fair-Fashion-Kompetenz im Aktionsbündnis

Supermarché ist aktiver Bündnisakteur im Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin. Für unser Netzwerk ist diese Expertise besonders wertvoll: Das Team kennt nicht nur zahlreiche Fair-Fashion-Marken und ihre unterschiedlichen Zertifizierungen und Produktionsmodelle, sondern weiß aus der täglichen Praxis auch, welche Fragen Kund*innen beschäftigen und welche Herausforderungen ein konsequent fair ausgerichteter Einzelhandel mit sich bringt.Damit erweitert Supermarché die Perspektive auf den Fairen Handel in Berlin um einen wichtigen Bereich: Textilien und Mode gehören genauso zu einem faireren Wirtschaften wie Kaffee, Kakao oder Lebensmittel. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, findet Supermarché in der Wiener Straße 16 in Berlin-Kreuzberg – oder online im Fair-Fashion-Shop.

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